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Jugend setzt sich für altes Brauchtum ein

In Bliesdalheim wurde vereint der Maibaum gesetzt, die jungen Bürger bringen sich hier

Von Wolfgang Degott, Saarbrücker Zeitung 23. Mai 2017     

BLIESDALHEIM "Wir wollen an einem Strang ziehen und das kulturelle Leben wieder aufleben lassen und bereichern", so bezeichnete es Ortsvorsteher Bernhard Welsch, als in der Dorfmitte ein 16 Meter hoher Maibaum aufgestellt wurde. Nachdem als Auftakt der künftigen engeren Kooperation der Einwohner des 650-Seelen-Dorfes die Alexanderhütte saniert, gestrichen und geputzt, die Toilettenanlage hergerichtet worden war, hatten sich rund 20 Personen zusammen gefunden, die Birke im Wald zu schlagen und zu schmücken. Der Baum stammt aus dem Wald zwischen Bliesdalheim und Walsheim und wurde unter Anleitung von Förster Matthias Beidek gefällt. Im Frühjahr hätten sich einige junge Leute an ihn gewandt, so Welsch, damit im Dorf wieder alte Traditionen aufleben können. Auch soll jetzt zielgerichtet auf das kommende Jahr hingearbeitet werden, in dem das Dorf seine 800-Jahr-Feier begehen wird. Am Donnerstag, 1. Juni, soll ein öffentliches Grillen an der Alexanderhütte stattfinden. Dabei soll auch darüber gesprochen werden, ob eine Arbeitsgemeinschaft gegründet werden könne.

 


Gemeinsam wurde der Maibaum in der Bliesdalheimer Dorfmitte mit Ortsvorsteher Bernhard Welsch (2. von links) aufgestellt.              Foto: Wolfgang Degott

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Maibaum wurde aufgestellt

Erstmals seit vielen Jahren wurde wieder ein Maibaum in Bliesdalheim aufgestellt.

In der Dorfmitte zwischen der Gaststätte Q-Stall und der Pizzeria Adria ist seit 30. April ein hoher Maibaum zu sehen, womit eine alte Tradition wieder auflebt.

Junge und ältere Bliesdalheimer haben sich eingefunden, um beim Schmücken mit bunten Bändern und Aufstellen der hohen Birke zu helfen.

 

Eine Gruppe Bliesdalheimer hat mit Unterstützung von Ortsvorsteher Bernhard Welsch das Ganze geplant und bei schönstem Maiwetter erfolgreich durchgeführt.

 

Für Getränke war bestens gesorgt.

Anschließend wurde in den Mai gefeiert beim Grillfest mit Hexenfeuer, das vom DRK-Ortsverband Bliesdalheim an der Alexanderhütte veranstaltet wurde.

 

 

Evangelische Kirche wird geschlossen
Was aus dem schmucken Gotteshaus wird, steht noch nicht fest.
 

Von Norbert Rech, Pfälzischer Merkur 3. April 2017      

Der letzte Gottesdienst findet Karfreitag statt. Erhebliche Sanierungsarbeiten an Gebäude stehen an.

An Karfreitag findet um 10.15 Uhr der letzte Gottesdienst in der protestantischen Kirche in Bliesdalheim statt. Das bestätigte Pfarrer Wolfgang Kafitz auf Nachfrage des Pfälzischen Merkur. An dem Gotteshaus und auch an der steilen Treppe seien erhebliche Sanierungsarbeiten nötig. Solche müssten allerdings auch an den Kirchen in Walsheim und Wolfersheim erledigt werden. Da die Kirchengemeinde allerdings nur über ein begrenztes Budget verfüge, habe das Presbyterium nach langen Gesprächen und „schweren Herzens“ eine Gewichtung vornehmen müssen. Diese richtete sich nach der Anzahl der Gottesdienstbesucher. Die sei in Bliesdalheim am geringsten, weshalb man sich dann auch für die anderen beiden Standorte entschieden habe. Kafitz betonte, dass die Mitglieder des Presbyteriums es sich nicht einfach gemacht hätten. Auch brächten die Gläubigen, die nicht mobil sind, keine Angst haben, dass sie künftig keinen Gottesdienst mehr besuchen können. Denn es werde ein Fahrdienst eingerichtet, der diese Menschen dann nach Walsheim oder Wolfersheim bringen wird. Auch sollen ökumenische Akzente gesetzt werden. Für weitere Anregungen ist der Pfarrer offen. Was aus der Kirche selbst werden soll – ob sie beispielsweise verkauft wird –, das ist völlig offen. Hierüber müsse erst noch eingehend beraten werden. Bevor die Tür der Kirche aber geschlossen wird, findet erst einmal noch an Gründonnerstag um 18 Uhr ein Orgel-Konzert statt, das vom Singkreis begleitet wird.

Eigentlich wäre in diesem Jahr ein Grund zum Feiern in der Kirche gewesen. Denn das evangelische Gotteshaus wurde vor 90 Jahren eingeweiht. Der kleine Turm der stammt allerdings aus dem Jahr 1907. Erst 20 Jahre später wurde das Kirchenschiff fertiggestellt. Durch Artilleriebeschuss im Oktober 1939 wurde die Kirche schwer beschädigt und brannte zum Teil aus. Der Wiederaufbau wurde 1950 vollendet. Eine umfassende Renovierung erfolgte zuletzt in den Jahren 1966/67.

 

Abschiedskonzert für die evangelische Kirche

An Gründonnerstag findet um 18 Uhr ein Kirchenkonzert in der evangelischenKirche von Bliesdalheim statt. Mitwirkende sind Jessica Weißenhauer (Querflöte), Christoph Jakobi (Orgel) und der Evangelische Singkreis Bliesdalheim. Die kirche wird kirchenmusikalisch verabschiedet, bevor sie nach dem Karfreitags-Gottesdienst außer Dienst gestellt wird.

 

 

Die Wehr bleibt ein wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft

Die Bliesdalheimer Feuerwehr blickt bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein einsatzreiches Jahr zurück und ehrt verdiente Wehrleute.

 

Von  Wolfgang Degott,  Saarbrücker Zeitung 03. April 2017     

Bliesdalheim. 19 Mal wurde die 23-köpfige Bliesdalheimer Feuerwehr zu Einsätzen gerufen. Löschbezirksführer Peter Krupp sprach bei der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses auch an, dass sich darunter sechs Brände und einer davon mit Menschrettung befunden hätten. Er hob heraus, dass durch die Stationierung der Atemschutzwerkstatt und deren Leitung durch Christoph Jung seit Jahren eine Sonderaufgabe innerhalb der zehn Gersheimer Löschbezirken mit großem Einsatz und Erfolg erledigt werde. Gemeinsam mit den Nachbarwehren Herbitzheim und Rubenheim hätten Zugübungen stattgefunden, eine auf dem Gelände der Saarbrücker Landesfeuerwehrschule mit Einsatz im Brandhaus.

Auch hätte die Wehr als wichtigem Teil der Dorfgemeinschaft die Reinigung der Buswartehäuschen übernommen. Er dankte den Helfern, die wieder zu einem erfolgreichen Feuerwehrfest beigetragen hätten. Neben der Partnerschaftsfeier Gersheims mit der Wehr in Bazancourt pflege man auch den Austausch mit dem luxemburgischen Gilsdorf, so Krupp. 13 Jungen und zwei Mädchen gehörten zur Nachwuchsabteilung. Maria Keller, die die Jugendwehr gemeinsam mit Christoph Schockies leitet, unterstrich die Bedeutung der Kooperation mit Herbitzheim und Niedergailbach. So könne man effiziente Übungen gewährleisten. Sternwanderung aller Gersheimer Wehren, Schlauchbootübung, Tannenbaumsammelaktion und die Picobello-Aktion dokumentierten die Bandbreite der Arbeit.


Ehrende und Geehrte haben in der Fahrzeughalle gemeinsam Aufstellung genommen. Zu sehen sind (von links) Matthias Klein, Beigeordneter Bernard Wanner, Dennis Bastian, Peter Grieser, Michael Motsch, Tim Schneider, Christoph Jung, Löschbezirksführer Peter Krupp, stellvertretender Wehrführer Marco Fuchs, Lukas Keller, Stefan Lang, Kreisbrandmeister Thomas Hauck, Wehrführer Stefan Lugenbiel, Gemeindejugendbeauftragter Matthias Motsch.  Foto: Wolfgang Degott

In diesem Jahr sollen die ersten beiden Teile der Jugendflamme geübt und abgenommen werden. Vom 23. bis 25. Juni werde man am Gemeindezeltlager teilnehmen. Mit dem Feuerwehrfest am Wochenende 2./3. September folgen die Festivitäten zum 30-jährigen Bestehen der Jugendwehr. Eine zufriedenstellende Finanzlage konnte Kassiererin Katharina Staudt vermelden. Christine Weinland wurde zur neuen Schriftführerin gewählt, da Katharina Staudt dafür nicht mehr kandidierte. Der Gemeinde-Beigeordnete Bernard Wanner zeigte sich stolz auf die Feuerwehr, in der erstaunliche Leistungen vollbracht würden. Auch zollte er Anerkennung für die Atemschutzgeräteträger. „Mit mehr Hauptamtlichkeit soll das Ehrenamt entlastet werden, kündigte Kreisbrandmeister Thomas Hauck an. Auch durch verstärkte interkommunale Zusammenarbeit soll die Schlagkraft der Wehren erhöht werden. „Wir müssen enger zusammenrücken“, war sein Credo. Er lobte die Initiative der Gersheimer Gemeinschaftsschule, die seit Jahren eine Feuerwehr-AG installiert hat. Die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Schule werde damit verbessert. Auch in anderen Schulen, wie in Rohrbach, Homburg, Limbach oder Blieskastel, gäbe es ähnliche Initiativen.

Wehrführer Stefan Lugenbiel kündigte an, dass insbesondere auf die Erhöhung der Zahl der Atemschutzgeräteträger ein großes Augenmerk gelegt werde, wobei auch auf die Zusammenarbeit mit der Ommersheimer Feuerwehr Wert gelegt werde.

Der Gemeindejugendfeuerwehrbeauftragte Matthias Motsch zeigte sich stolz auf die insgesamt 120 Jugendfeuerwehrleute in den neun Wehren. Damit liege man im Kreisranking hinter Blieskastel (135) auf dem zweiten Platz. Insgesamt seien in den sieben Kommunen 636 Nachwuchskräfte registriert.

 

Beförderungen und Ehrungen bei der Bliesdalheimer Feuerwehr; Ehrungen: Patrick Geble (10 Jahre Zugehörigkeit), Lukas Keller und Michael Rabung (15), Stefan Lang (30) Matthias Klein (35 Jahre mit Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold), Peter Grieser und Thomas Klein (40), Joseph Wack (70); Beförderungen: Tim Schneider (zum Feuerwehrmann), Jan-Felix Weber (Hauptfeuerwehrmann) und Christoph Jung (Oberbrandmeister).

 

 

Wechselvolles Leben im Bliesgau

Wolfgang Jochade feiert heute seinen 100. Geburtstag

Pfälzischer Merkur 15. Juni 2016   

Seinen 100. Geburtstag feiert am heutigen Mittwoch, 15. Juni, in Gersheim Wolfgang Jochade. Geboren ist er in Prenzlau/Uckermark, wo er den Beruf des Kaufmanns erlernte. Zu Hause hieß es anpacken, denn sein Vater verstarb bereits mit 39 Jahren. „Als Feldwebel kam ich während des Zweiten Weltkrieges in Frankreich in Gefangenschaft, ich wurde in die Nähe von Grenoble zum Arbeitsdienst abkommandiert“, blickt der Jubilar im Gespräch mit unserer Zeitung zurück. „Ich lernte dort nicht nur passabel französisch sprechen, sondern in meiner Arbeits-Familie auch noch den Beruf des Müllers in deren Mühle.“ Nach Ende des Krieges kam Wolfgang Jochade nach Gersheim, arbeitet in der Maurer-Mühle und traf dort auf seine Kollegin und spätere Ehefrau Josefa, geborene Bauer aus Bliesdalheim. Geheiratet wurde 1952, ein Jahr später kam Sohn Hans-Günter zur Welt und in Bliesdalheim wurde ein Haus gebaut. Beruflich wechselte ich nach Schließung der Maurer- Mühle zur Weber-Mühle in Mimbach. „Da war ich Vertreter im Außendienst, besuchte die Bäckereien im Saarland und verkaufte denen das Mehl. In Rente ging ich jedoch bei der Oberfinanzdirektion, bei der ich nach der Mühlen-Stilllegung als Angestellter beim Bundesvermögensamt arbeitete“, erzählt er. Handwerken und „Bosseln“ sei nebenbei sein Hobby gewesen, sportlich aktiv und erfolgreich war Jochade im Ruder- und Schwimmsport. Große Freude bereite ihm heute das Singen in Gemeinschaft. „64 Jahre war ich glücklich mit meiner Josefa verheiratet, vor sechs Wochen verstarb sie im Alter von 88 Jahren.“ Seit drei Jahren lebt der Jubilar in der DRK- Seniorenresidenz Gersheim. „Hier schließt sich der Kreis, denn das Seniorenhaus als meine neue Bleibe steht genau auf dem Grundstück, auf dem zuvor meine erste Arbeit Einkommen gab.“ Seinen 100. Geburtstag feiert Wolfgang Jochade heute bei Sohn Hans-Günter.

 
Wolfgang Jochade wir heute 100 Jahre alt.                                                  Foto: HANS HURTH

 

 

 

 

Intensive Arbeit und ständige Weiter- und Fortbildung

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Bliesdalheim widmete sich ihren umfangreichen Tätigkeiten und der absolvierten Einsätze

 

Von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  17. Mai 2016   

Dass die Feuerwehr mit ihrem ständigen und oft lebenswichtigem Einsatz eine Stütze der Gesellschaft ist, zeigte sich auch einmal mehr bei der Jahreshauptversammlung der Wehr in Bliesdalheim.
 


Die Wehr hat Aufstellung genommen. Mit dabei Wehrführer Stefan Lugenbiel (links), Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner (5. von links) und Löschbezirksführer Peter Krupp (7. von rechts).                 Foto: Wolfgang Degott


Bliesdalheim. Nachwuchswerbung und Mitgliedergewinnung seien zentrale Aufgaben, unterstrich Löschbezirksführer Peter Krupp bei der Jahreshauptversammlung der Bliesdalheimer Feuerwehr und hob die Bedeutung der Jugendfeuerwehr als wichtigen Bestandteil der Organisation heraus. So sei auch die Kooperation mit der Feuerwehr-AG in der Gemeinschaftsschule Gersheim sowie den Nachwuchswehren der Nachbarn Herbitzheim und Niedergailbach, um den Jugendlichen abwechslungs- und lehrreiche Übungsstunden zu bieten, wichtige Mosaiksteine der Basisarbeit. Die 26-köpfige aktive Wehr sei zu zehn Brand-Einsätzen gerufen worden. Dazu kämen noch Ausrückzeiten nach Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, technische Hilfeleistungen und ein ABC-Einsatz. Krupp unterstützte die Entscheidung, die in Bliesdalheim stationierte zentrale Atemschutzwerkstatt zu modernisieren und einen neuen Kompressor zu kaufen. Immerhin würden Ehrenämtler erheblich Geld einsparen. 190 Flaschen seien binnen zwölf Monaten gefüllt, 230 Pressluftatmer und 228 Masken geprüft worden.

 

Die Aktivitäten der Jugendwehr stellte Katharina Staudt vor. Sie sprach von 20 Übungen, darunter die Schlauchbootübung beim Gemeinde-Zeltlager, aber auch mit Drehleiter und Feuerlöschern. Zum jährlichen Programm zählten Tannenbaum-Sammlung und die Picobello-Umweltaktion. Auch habe man bei verschiedenen Wettkämpfen die Leistungsstärke unter Beweis stellen können. Sie sprach als Kassiererin von einer soliden Finanzlage, die durch das erfolgreiche Feuerwehrfest, das in diesem Jahr am 3./4. September stattfinden wird, verbessert werden konnte. Zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrbeauftragten wurde Christoph Schockies ernannt. Dass sich die Bevölkerung auf eine schlagkräftige Wehr verlassen könne, sei das Ergebnis intensiver Arbeit und ständiger Weiter- und Fortbildung, so der Erste Gemeindebeigeordnete Klaus Hussong. Ortsvorsteher Bernhard Welsch zitierte den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der die Feuerwehr als früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative bezeichnet hatte. Welsch fügte hinzu, dass sie als tragende Säule der Gesellschaft großes Ansehen genieße, da ihre Angehörigen täglich, zu jeder Zeit, das ganze Jahr für die Mitmenschen da seien.

Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner freute sich darüber, dass sich die Anzahl der Jugendfeuerwehrmitglieder kreisweit erhöhe. Auch wertete er es als Erfolg, dass es geschafft sei, beispielsweise bei der Einsatzkleidung Beschaffungsgemeinschaften innerhalb der Kommunen zu bilden. Zudem arbeite man intensiv im Projekt „Feuerwehr der Zukunft“, in dem beispielsweise auch der Bedarfs- und Entwicklungsplan fortgeschrieben werde.

Wehrführer Stefan Lugenbiel lobte die Kooperation mit Mandelbachtal. Sie habe sich insbesondere bei den Ausbildungslehrgängen bewährt. In den aktiven Wehrdienst wurde Dennis Bastian übernommen. Christoph Schockies und Jochen Weinland wurden zu Hauptfeuerwehrmännern ernannt.
 

 


Im Frühjahr und Herbst auf Tourneee

"Musik am Nachmittag" unterhielt Senioren in Gersheimer DRK-Residenz
 

Pfälzischer Merkur: Pfingsten 2016   Nr.112      

 
16 Konzerte „Musik am Nachmittag“ gibt es in verschiedenen Orten der Region bis 27. Mai. Eines davon fand jetzt in der Gersheimer DRK-Seniorenresidenz statt. Das Programm kam gut an.
 

Gersheim. Musik am Nachmittag gab es jetzt in der DRK-Seniorenresidenz Gersheim. Nachdem Einrichtungsleiter Theo Schwarz die „Fangemeinde“ begrüßt hatte, wurden die Gäste im Café Henry von einem musikalischen Trio unterhalten. „Klassik am Nachmittag“ nannte es Schwarz. Eigentlich heißt es „Musik am Nachmittag“, die Organist Jürgen Rabung aus Bliesdalheim, der Bliesransbacher Klarinettist Dietrich Fritsche und die Sopranistin Barbara Buhr aus Zweibrücken mit ihrem gemeinsamen Konzert „kredenzten“. Gersheim war eines von 16, die bis zum 27. Mai veranstaltet werden. So finden beispielsweise in Blieskastel, Homburg, Kleinblittersdorf, Mandelbachtal, Neunkirchen, Saarbrücken und Zweibrücken Gastspiele statt.

Insbesondere die ältere Generation werde angesprochen. Das Programm komme auch gut an, wusste Rabung zu berichten. Auf seine Initiative ist die Konzertreihe zustande gekommen. Der Musiklehrer ist seit vier Jahren jeweils im Frühjahr und im Herbst „auf Tournee“. Immer wird er begleitet von zwei weiteren, abwechselnden Künstlern. Im Repertoire waren in Gersheim neben Volksliedern unter anderem auch Werke der Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, Bernhard Crusell, Franz Schubert, Johann Strauß. Im Titel „Musik am Nachmittag“ verbirgt sich eine in Tonleitern versteckte Botschaft.

Seit dem Jahr 1996 wird mit klassischen und beschwingten Weisen den Menschen gedankt, die ohne eigenes Verschulden die Hauptlast des Zweiten Weltkrieges und die Entbehrungen der Nachkriegszeit tragen mussten. Organisator ist die internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation mit Sitz in München.

Beim Auftritt in der DRK-Seniorenresidenz in Gersheim mit dabei waren (von links) Organist Jürgen Rabung, Sopranistin Barbara Buhr und Klarinettist Dietrich Fritsche. Foto: Wolfgang Degott

 

 

Turnverein Bliesdalheim hat zwei
junge Kaderathleten

   

Von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  30, März 2016   

Bliesdalheim. Zwei junge Athleten des Turnvereins Bliesdalheim haben den Sprung in den Nachwuchskader des Saarländischen Leichtathletik-Verbandes geschafft. Der 13-jährige Bliesdalheimer Raphael Motsch gehört seit November dem Schülerkader an. Neben seinem Vereinstrainer Andreas Schanding, selbst ein erfolgreicher Leichtathlet, wird er von den beiden Stützpunkttrainern Roger Gräber und Svenja Altmeyer gefördert. Seit drei Jahren betreibt er Leichtathletik, schaffte als persönliche Bestleistung 5,09 Meter im Weitsprung und ist talentierter Sprint- und Hürdenläufer. Motsch wurde Zweiter bei den Saarländischen Hallenmeisterschaften M13. „Ich will in diesem Jahr 5,60 Meter schaffen und mich für die Deutsche Meisterschaft im nächsten Jahr qualifizieren“, spezifizierte er seine Ziele. Die zwölfjährige Blieskastelerin Paula Breininger ist ebenfalls Weitspringerin. Ihre Bestleistung liegt bei 4,86 Metern. Daneben hat sie sich auch schon auf Sprintdisziplinen spezialisiert. In Bliesdalheim trainiert sie seit 2012, wurde Saarlandmeisterin in der Altersklasse W12 über 75 und Zweite über 60 Meter und im Weitsprung. Kürzlich hat sie die saarländischen Farben bei einem Vergleichskampf mit Lothringen in Metz vertreten. Ihr sportliches Nahziel ist das Überspringen der Fünf-Meter-Marke. Sie gehört zum STB-Schülerkader von Janine Goldfuchs und Stefan Scheid.


Paula Breininger (links) und Raphael Motsch (rechts).  Foto: Wolfgang Degott

 

 

Gedenken an einen "Anwalt der Armen"
Bronzene Tafel erinnert an den Bliesdalheimer Sozialpolitiker aus der Weimarer Republik, Andreas Grieser




Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 19. 10. 2015   

 

Andreas Grieser
31.03.1868 - 18.10.1955

 

Die bronzene Gedenktafel  auf dem Bliesdalheimer Kegelplatz erinnert an den gebürtigen Bliesdalheimer Dr. Andreas Grieser, den Nestor der deutschen Sozialversicherung. Foto: Alban Staab 

Am Sonntag vor genau 60 Jahren ist Andreas Grieser in München gestorben. In seinem Heimatort Bliesdalheim ist der „Anwalt der Armen“ und „Vater der Kriegsbeschädigten“ noch unvergessen.

Bliesdalheim. Mit einer bronzenen Gedenktafel, aufgestellt am Kegelplatz, ehren die Bliesdalheimer seit 1993 ihren großen Sohn Dr. Andreas Grieser. Er gilt als Nestor der deutschen Sozialversicherung und ist vor 60 Jahren, am 18. Oktober 1955, in einem Münchner Krankenhaus verstorben. Vier Tage später wurde er mit einem Staatsbegräbnis an der Seite seiner Ehefrau auf dem Friedhof von Garmisch-Partenkirchen beerdigt. Die Tafel steht schräg gegenüber dem Elternhaus Griesers, der auch erster Oberbürgermeister in Würzburg war. Das Gebäude selbst ist nicht mehr zu sehen. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der bedeutende Bliesdalheimer wird oft als „Anwalt der Armen“ und „Vater der Kriegsbeschädigten“ bezeichnet. Grieser hat im Reichsarbeitsministerium der Weimarer Republik  in über zehnjähriger Arbeit dafür gesorgt, dass sich die deutsche Sozialversicherung rasch erholte und zu einer vorbildlichen Einrichtung mit internationaler Anerkennung avancierte.

Nach dem Einmarsch der Amerikaner im März 1945 wurde er von ihnen zum Landrat des Kreises St. Ingbert ernannt. In hohem Alter erhielt er in den Nachkriegsjahren die Berufung zum Staatssekretär für Arbeit und Soziale Fürsorge im bayerischen Staatsministerium. Er hatte die Aufgabe den vom „Tausendjährigen Reich“ hinterlassenen Scherbenhaufen in der Sozialversicherung und Kriegsopferversorgung zu beseitigen. Grieser starb im Alter von 88 Jahren. In einem Nachruf der Zeitschrift „Die Ortskrankenkasse“ vom 15. November 1955 ist zu lesen: „1868 als Sohn kleiner Bauern geboren, erlebte er Bismarck, das Kaiserreich, erlebte er wissend die Grundgesetze der Sozialpolitik und der Sozialversicherung, erlebte er die Weimarer Republik, das Dritte Reich; erlebte er den Totentanz zweier Weltkriege, zweier Zusammenbrüche; erlebte er zwei Währungskatastrophen, erlebte er die Flüchtlingskatastrophen und das Chaos und die Demütigungen einer Zeit, die Ordnung und Bindungen aufzulösen schien.“

Mehr zu Andreas Grieser 

 

Tiefe Verbundenheit mit scheidendem Löschbezirksführer

Bliesdalheimer Wehrleute wählen in ihrer jüngster Mitgliederversammlung Peter Krupp zum Nachfolger von Stefan Rabung

 Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 25. Juni 2014

Viele Jahre war Stefan Rabung Löschbezirksführer in Bliesdalheim. Nun verlässt er das Saarland. Und so mussten die Wehrleute bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung einen Nachfolger wählen.


Die Feuerwehrführung in Bliesdalheim (v. l.): Löschbezirksführer Peter Krupp,
Stellvertreter Christoph Jung, Bürgermeister Alexander Rubeck, Andreas Lang,
 Ortsvorsteher Klaus Fischer und Stefan Rabung. 
Foto: Wolfgang Degott

Bliesdalheim. Berufliche Verpflichtungen und dem damit verbundenen Wegzug aus dem Saarland sorgten dafür, dass der langjährige Löschbezirksführer in Bliesdalheim, Stefan Rabung, sein Amt zurückgeben musste. Bei der Jahreshauptversammlung der 27-köpfigen Wehr wählten die Mitglieder den stellvertretenden Wehrführer der Gemeinde, Peter Krupp, 40 Jahre, Zum neuen Chef. Stellvertreter wurde der 38-jährige Christoph Jung, der auch gleichzeitig der Leiter der Atemschutzwerkstatt ist. Er wurde zudem zum Brandmeister ernannt. Jung beerbte Andreas Lang, der nach achtjähriger Amtszeit ebenfalls nicht mehr kandidierte. In seinem letzten Rechenschaftsbericht sprach Rabung von 18 Einsätzen und 20 Übungen im vergangenen Jahr. Dabei wurde das breite Spektrum der Wehr, ob Brand oder technische Hilfe im Ernstfall und in der Simulation demonstriert. Insgesamt hätten ihm die 20 Amtsjahre viel Spaß gemacht. Die beiden Jugendbeauftragten Maria Rabung und Christine Weinland betreuen acht Kinder und Jugendliche in der Nachwuchswehr. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung, den theoretischen und praktischen Übungen gehörten auch die Abnahme der Jugendflamme, Teil eins, aber auch die Teilnahme an der landesweiten Picobello-Aktion, die Weihnachtsbaumsammelaktion oder die Leiterübung dazu. Bürgermeister Alexander Rubeck hofft, bei der überzeugenden und intensiven Jugendarbeit nicht zu erlahmen, weiter junge Menschen für die Organisation zu gewinnen. Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner sprach davon, dass vor dem Hintergrund der veränderten Bevölkerungsstrukturen das Ehrenamt nur dann auf Dauer aufrechterhalten bleiben könne, wenn es mit hauptamtlichen Strukturen begleitet und unterstützt werde.

Ortsvorsteher Klaus Fischer dankte dem scheidenden Löschbezirksführer. Mit dem Namen Stefan Rabung blieben der Ausbau des Atemschutzes, der Umbau des Feuerwehrgerätehauses, aber auch die Anschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeuges und des Gerätefahrzeuges Atemschutz verbunden. Auch habe er sich mit vielen Mitstreitern für die Intensivierung der Partner- und Patenschaften mit der französischen Wehr in Bazancourt und der luxemburgischen in Gilsdorf eingesetzt.

 

 

Ein Dorf ist fit für die Zukunft

Bürger feierten gelungenes Projekt bei der Abschlussveranstaltung in Bliesdalheim

 

Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 5. Juni 2014   

 

Beim Leitprojekt „Unser Dorf - Fit für die Zukunft" wurden im Gersheimer Ort Bliesdalheim 20 Gebäude energetisch saniert. Dies alles passierte in enger Zusammenarbeit mit Bürgern. Ein Projekt, das im Saarland Schule machen könnte.

Bliesdalheim. Privathäuser, dazu noch die gemeindliche Mehrzweckhalle und ehemalige Schule umfasst das Projekt „Unser Dorf - Fit für die Zu­kunft". Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost hob bei der Abschlussveranstaltung im Schulungsraum der Feuerwehr heraus, dass das Modell Besitzer dazu animieren solle, ihr Haus zu untersuchen, sich beraten zu lassen und mit Unterstützung öffentlicher Gelder selbst zu sanieren. Dies könne weit ausstrahlen. Die Projektergebnisse wertete er „als wichtigen Beitrag zur Werterhaltung der Dörfer vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und zur Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum". Er dankte für das Engagement der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Biosphäre Bliesgau und der Gemeinde Gersheim, sich in dieser wichtigen Zukunftsfrage der Dorfentwicklung zu stellen.
„Ich gehe davon aus, dass die Ergebnisse aus diesem Bliesgau-Projekt auch in anderen saarländischen Regionen genutzt werden können", so der Minister. Handwerker, Architekten und Planer waren seit vier Jahren damit befasst, gemeinsam mit der Verwaltung der Bliesgaugemeinde, energetische Gebäudesanierungen im 700-Seelen-Dorf zu betreiben. 20 repräsentative Gebäude unterschiedlichsten Typs und Bau-Epoche waren ausgewählt und von Gebäudeenergieberatern untersucht worden. Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums, das die Federführung des Projektes, finanziert aus EU-Fördermitteln, hat, teilte mit, dass insbesondere energetische Sanierungen an ineffizienten und veralteten Heizungsanlagen vorgenommen worden seien. Stromnachtspeicherheizungen und Öl-Heizkessel wurden durch moderne Gasbrennwerttechnik ersetzt und vollautomatische Pelletöfen im Wohnraum als Ergänzung zur zentralen Heizanlage eingebaut. Das Projekt ziele darauf ab, Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Dorfentwicklung voran zu treiben. Begleitend dazu fanden regelmäßig rege in Anspruch genommene Bürgersprechstunden statt. Sowohl Bürgermeister Alexander Rubeck als auch Ortsvorsteher Klaus Fischer zeigten sich erfreut, dass gerade Gersheim mit seinem Ortsteil Bliesdalheim für das beispielgebende Projekt ausgewählt, die Bevölkerung, insbesondere die Hauseigentümerfamilien, so konstruktiv mitgearbeitet und auch Fachwissen des Architekten Peter Alt und des Gestaltungsbeirates abgerufen worden sei. Informationsveranstaltungen, Workshops, aber auch die Einbindung des regionalen Handwerks seien zentrale Bausteine des Projektes gewesen, die durch Schulungsmaßnahmen ergänzt wurden. Alle Ergebnisse sind in einem während der Veranstaltung vorgestellten „Gestaltungshandbuch" nachzulesen, in dem die gestalterischen Anforderungen der historisch gewachsenen Orte im Bliesgau zusammengefasst sind.


HINTERGRUND

Das vom Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum Saarbrücken und dem Projektträger Gemeinde Gersheim initiierte Leitprojekt „Unser Dorf - Fit für die Zukunft" ist mustergültig im saarländischen Raum und wurde 2011 auf Bundesebene als Finalist des Wettbewerbs „Gemeinsam stark sein" ausgezeichnet.

 

Zeitungsbericht: Die Woch, 17. August 2013   


Bei der Übergabe der Spende (v. I.): Bernhard Welsch, Peter Geble vom Blieskasteier Schutzengelverein,
Maria Rabung und Christine Weinland von der Bliesdalheimer Jugendfeuerwehr.
 Foto,privat/Wottgang Degott


2. Auflage des Eisenbahnstraßenfestes

Feier im Bliesdalheimer "Unnereck" kam den Blieskasteler "Schutzengeln" zugute

BLIESDALHEIM  Das Bliesdalheimer „Unnereck", wie die Eisenbahnstraße auch genannt wird, feierte sein zweites Straßenfest. Vor drei Jahren, bei der Premiere, hatte man trotz sehr sozialer Getänke- und Essenspreise einen Gewinn erwirtschaftet. Bernhard Welsch, stellvertretender Ortsvorsteher und Sprechrer der Eisenbahnstraßler überreichte die 500 Euro, zu gleichen Teilen an Christine Weinland und Maria Rabung, den Vertreterinnen der Bliesdalheimer Jugendfeuerwehr und Peter Geble, der als Kassierer für den Blieskasteler Schutzengelverein gekommen war.
Während die Jünger Florians das Geld für ihre Jugendarbeit verwenden, teilte Geble mit, dass die Zuwendung den beiden Projekten für die schwerstkranken Jungen Jannik Schewes und Niklas Reichrath zur Verfügung gestellt werden.
Ursprung des Festes waren die umfangreichen Kanalverlegungsarbeiten vor Jahren, als nach der Zeit  der „Entbehrungen" und Einschränkungen die Fertigstellung der Straße gebührend gefeiert wurde. Viele fanden es so schön, dass eine Wiederholung zwangsläufig die Folge war. So wurde unter der Federführung der Familien Bernhard und Martina Welsch, Josef und Annemarie Keller, Wolfgang und Anja Lavall sowie Alfred und Maritta Geble die Neuauflage organisiert.    red./hcr
 

 

Mission, Militär und Mathematik

Pater Josef Dohmen feiert in seiner Pfarrei Rubenheim/Bliesdalheim goldene Profess

               Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 30. April 2013   

In einem Festgottesdienst am 5. Mai feiert Pfarrer Pater Josef Dohmen in der Pfarrkirche St. Mauritius seine goldene Profess. Er arbeitete nicht nur als Heimleiter und Mathelehrer, sondern auch als Militärpfarrer.

Rubenheim. 1963 hat Pfarrer Pater Josef Dohmen (SVD) sein Ordensgelübde bei den Steyler Missionaren abgelegt. In seiner Pfarreiengemeinschaft Ruben-heim/Bliesdalheim feiert er jetzt seine goldene Profess. An diesem Sonntag, 5. Mai, findet in der Pfarrkirche St. Mauritius Rubenheim ein Festgottesdienst statt, der vom katholischen Kirchenchor und Sängern des Gemischten Chors des Gesangvereins Herbitzheim unter der Leitung von Jürgen Rabung ab 10 Uhr mitgestaltet wird.
An den Gottesdienst schließt sich im Pfarrsaal Rubenheim ein Umtrunk an. Seit neun Jahren wirkt Pater Josef Dohmen in den Pfarreien St. Mauritius Ruben-heim, St. Wendelinus Bliesdal-heim und der Tochtergemeinde St. Barbara Herbitzheim.


Pater Josef Dohmen (links) mit dem Speyerer Domdekan Dr. Christoph Kohl in der St. Barbara-Kirche in Herbitzheim.   Foto: Wolfgang Degott

 

1967 geweiht, wurde Dohmen 2004 vom damaligen Speyerer Bischof Anton Schlembach zum Administrator der Pfarreien mit „allen Rechten und Pflichten eines Pfarrers" und damit zum Nachfolger von Pfarrer Alois Gabriel ernannt. Der gebürtige Rheinländer machte 1961 das Abitur. Es folgten Noviziat, Erstprofess, Philosophiestudium in Mödling bei Wien. Er studierte ab 1964 acht Semester Theologie im Priesterseminar der Steyler Missionare in St. Augustin.

Nach dem Ewigen Gelübde und der Weihe zum Diakon (1967) wurde er 23. September 1967 mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder Christian zum Priester der Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD) geweiht. Am 22. April 1968 wechselte er ins Missionshaus St. Wendel, wo er als Abteilungspräfekt als Mathematik- und Religionslehrer    im    Arnold-Janssen-Gymnasium eingesetzt wurde.

Ausgestattet mit der Befähigung zum staatlich geprüften Heimleiter, führte er  3 Jahre das Internat des Missions-Seminars St. Bernhard in Mosbach (Nordbaden). Auch unterrichtete er an Gymnasien in Mosbach und Neckarelz. 1973 kehrte er in Schule und Präfektur nach St. Wendel zurück. Ab 1980 baute er dort seine Bildungsstätte für Jugendliche auf, die er bis 1994 leitete. Aus der Übernahme von Exerzitien für Soldaten ab 1985 entstand die Zusatzaufgabe eines Militärpfarrers.

 


Energetische Sanierung Thema bei Veranstaltung im Feuerwehrgerätehaus

 

Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 26. März 2013   

Bliesdalheim. Innerhalb von 16 Monaten wurden von Privatleuten 80 000 Euro aus der eigenen Tasche für energetische Sanierungen im Gebäudebereich ausgegeben. Weit mehr als 90 Prozent dieser Aufträge wurden an die regionalen Handwerker vergeben, das heißt: Das Geld bleibt in der Region.
Somit sind diese Sanierungen nicht nur ein Gewinn für die Hausbesitzer, sondern auch für den Klimaschutz und vor allem für die regionale Wirtschaft", merkte Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums, während einer Informationsveranstaltung im Feuerwehrgerätehaus in Bliesdalheim an.

"Viele Sanierungen sind von außen zwar nicht oder wenig sichtbar, aber sie sind ein großer Gewinn innerhalb des Projektes." Und es werde weiter gehen. Die nächsten Sanierungen seien bereits geplant. In der Abschlussarbeit einer Studentin, die innerhalb des seit 2011 laufenden Projektes "Unser Dorf - fit für die Zukunft" geschrieben wurde, sei erkennbar, dass Hausbesitzer den energetischen Stand ihres Hauses des Öfteren falsch einschätzen. Der Grund liege auch darin, weil sich die Anforderungen an Gebäude in den vergangenen Jahren stark geändert hätten. Die Studentin habe eine Umfrage durchgeführt. Dabei hätten viele Befragte unter anderem Tipps zur Finanzierung und eine kostenlose Beratung als Wünsche genannt. "Eine unabhängige Beratung vor einer Sanierungsmaßnahme ist für die erfolgreiche Durchführung sehr wichtig", so Thalhofer. Daher werden den Bürgern durch Hinweise im kommunalen Mitteilungsblatt Tipps zur energetischen Sanierung ihres Gebäudes als Erstinformation mitgeteilt. Auch die Termine zur Bürgersprechstunde im Bereich Sanierung würden regelmäßig dort bekannt gegeben. ott

Anmeldungen und Infos bei der Gemeindeverwaltung, Renate Bolle, Telefonnummer (0 68 43) 80 14 04.

 

Bliesdalheim ist fit für die Zukunft

Viele Gebäude glänzen mit Verschönerungen und energetischen Sanierungen

Seit Monaten bereits laufen die Sanierungen und Verschönerungen an Gebäuden in Bliesdalheim. Dies ist Teil des Projekts "Unser Dorf - Fit für die Zukunft". Bürger können sich zum Thema beraten lassen.           

Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 17. Januar 2013   


Vor einem sanierten Gebäude in Bliesdalheim stehen (von links): Bürgermeister Alexander Rubeck, Geschäftsführer Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum Hans-Ulrich Thalhofer, Hausbesitzer Peter Dietrich, Architekt Peter Alt und Ortsvorsteher Klaus Fischer.
Foto: Umweltzentrum

Bliesdalheim. Das Projekt "Unser Dorf - Fit für die Zukunft" setzt in Bliesdalheim sichtbare gestalterische Signale. An verschiedenen Gebäuden des Dorfes wird seit Monaten saniert und verschönert. "Die meisten Veränderungen sind nach außen hin bisher noch nicht sichtbar", berichtet Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums. Denn bisher wurden überwiegend energetische Sanierungen an ineffizienten und veralteten Heizungsanlagen vorgenommen. So seien nach intensiven Beratungen von zehn Hausbesitzern Stromnachtspeicherheizungen und Öl-Heizkessel durch moderne Gasbrennwerttechnik ersetzt, vollautomatische Pelletöfen als Ergänzung einer zentralen Heizanlage eingebaut worden. Bis Ende des Jahres stünden noch mal zehn Beratungen an. Bürgermeister Alexander Rubeck und Ortsvorsteher Klaus Fischer freuten sich auch darüber, dass nach den Vorgaben des Architekten Peter Alt und des für das Projekt installierten Gestaltungsbeirates ein zentrales Gebäude renoviert werden konnte. Aus vorgegebenem, traditionell typischem Farbspektrum des Bliesgaus hatte Eigentümer Peter Dietrich ausgewählt. Dies soll auch bei weiteren Sanierungen in Bliesdalheim angewandt werden, als Leitfaden für die gesamte Gemeinde dienen.
Auch seien zwischenzeitlich bei anderen Objekten energetische Sanierungsmaßnahmen sichtbar, wusste Thalhofer zu berichten. Fassaden seien gedämmt und neu gestrichen, ein Dach mit Photovoltaikanlage erneuert und ausgetauscht worden, energiesparende Fenster und Türen seien zu sehen: Beweise dafür, dass das Projekt in Bliesdalheim erfolgreich vorangeht. "Für das erste Projektjahr ist dies schon ein beachtliches Ergebnis", bemerkte Thalhofer während einer Ortsbegehung mit Projektpartnern. Zudem hätten die in regelmäßigen Abständen im Gersheimer Rathaus stattfindenden Bürgersprechstunden weitere Maßnahmen an den Gebäuden in Nachbardörfern ausgelöst.
Interessierte Gersheimer Bürger können sich weiterhin kostenlos in der Bürgersprechstunde zur energetischen Sanierung in Gersheim zu Maßnahmen an ihrem Gebäude beraten lassen.

Infos und Auskünfte über das Projekt sind bei Renate Bolle von der Gemeinde, Telefon (0 68 43) 80 14 04, oder beim Saar-Lor-Lux Umweltzentrum, Sabine Zägel, Telefon (06 81) 5 80 92 29 zu bekommen.

 

Auf einen Blick

Alle Bürger Bliesdalheims sind herzlich zur Präsentation der Ergebnisse der Umfrage, die per Fragebogen im Ort durchgeführt wurde, für den heutigen Donnerstag um 18 Uhr in das Feuerwehrgerätehaus in Bliesdalheim eingeladen. Eine Studentin der TU Kaiserslautern hat im Zuge des Projektes ihre Bachelorarbeit geschrieben. Dazu wurden an alle Haushalte in Bliesdalheim Fragebögen verteilt. Sie wird in einer Präsentation die Ergebnisse der Umfrage sowie ihre Bachelorarbeit der Öffentlichkeit vorstellen. Das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum zeigt den aktuellen Stand. red

 

 

 

Hausbesitzer wissen jetzt mehr

Erste Ergebnisse von Projekt in Bliesdalheim vorgestellt

Anlässlich des Projektes „Unser Dorf – fit für die Zukunft“ sind acht Grundstückseigentümer ausgiebig beraten worden. Dabei wurden auch deren Häuser energetisch untersucht und dazu ein Beratungsbericht erstellt.           

Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 26. Juli  2012   


Die Hauseigentümer mit ihren Bewertungsberichten mit Renate Boll (vorne linkes) von der Gemeinde Gersheim:
Sabine Zägel (links), Architekt Peter Alt (oben links), Haus-Ulrich Thalhofer vom Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum (Mitte), Ortsvorsteher Klaus Fischer (Dritter von rechts) und Markus Lillig vom
Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum (rechts).

Bliesdalheim. „Was Hausbesitzer wissen sollten“, unter diesem Leitsatz wurden erste Ergebnisse des Projektes „Unser Dorf – fit für die Zukunft“ im Schulungsraum der Feuerwehr in Bliesdalheim vorgestellt. Ob Neu- oder Altbau, ob Ein- oder Mehrfamilienhaus, alles war vertreten, hatte man doch in der Auftaktveranstaltung im Mai die ersten acht Gebäude ausgesucht. Danach wurden die Eigentümer ausgiebig beraten. Auch wurden die Häuser energetisch untersucht und dazu ein Energieberatungsbericht erstellt. Beim Workshop wurden die von Architekt Peter Alt vorgestellten Ergebnisse gemeinsam begutachtet und teilweise auch diskutiert.

Weiterhin wurden allen interessierten Hausbesitzern wichtige Grundlagen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung vermittelt, um künftige Sanierungen problemlos zu meistern. Bereits jetzt werden erste Sanierungen an verschiedenen Gebäuden durchgeführt. Das Projekt, das aus Mitteln der Europäischen Union gefördert wird und bei dem Aktionen speziell für das Biosphärenreservat Bliesgau vorgesehen sind, läuft noch weiter, so dass auch interessierte Grundstückseigentümer das Angebot des Saarbrücker Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums nutzen können. Ihnen werden in Beratungsgesprächen wichtige Grundlagen vermittelt, um Sanierungen umzusetzen. Interessierte können sich auch weiterhin in der Bürgersprechstunde zur energetischen Sanierung im Rathaus Gersheim zu Maßnahmen an ihrem Gebäude beraten lassen. Mit dem Projekt will die Gemeinde Gersheim beispielhaft aufzeigen, dass man trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen Dörfer attraktiv halten kann. Dabei liegt auf der Werterhaltung der Dörfer und der Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum ein besonderes Augenmerk, sollen gerade die regionalen Handwerker davon profitieren.

Als Ansprechpartner stehen Renate Bolle, Gemeinde Gersheim, Telefon (0 68 43) 80 14 04, und Sabine Zägel, Saar-Lor-Lux Umweltzentrum, Telefonnummer (06 81) 5 80 92 29, zur Verfügung.

 

 

Sport seit 50 Jahren Lebenselixier

Hiltrud Weber, Vorsitzende des TV Bliesdalheim, mit der Sportplakette ausgezeichnet

   

Von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  27. Dezember 2011   



Spoprtministerin Monika Bachmann überreichte Hiltrud Weber die Sportplakette des Saarlandes.

Foto: PMA/BUB

 

Für ihre herausragenden Verdienste rund um den Sport wurde die 63-jährige Hiltrud Weber, seit 15 Jahren Vorsitzende des TV Bliesdalheim, in Saarbrücken mit der Sportplakette des Saarlandes ausgezeichnet.

Bliesdalheim/Saarbrücken. Hiltrud Weber strahlt über das ganze Gesicht. Dieser Tage wurde sie von der saarländischen Sportministerin Monika Bachmann in der Saarbrücker Staatskanzlei mit der Sportplakette des Saarlandes ausgezeichnet. Bachmann hob in ihrer Laudatio die herausragenden Verdienste um den Sport hervor. Hiltrud Weber leiste vorbildliche Arbeit und mache sich auf vielfältige Weise um das Gemeinwohl verdient. Die 63-Jährige ist seit 15 Jahren Vorsitzende des Turnvereins in Bliesdalheim mit annähernd 400 Mitgliedern. Daneben kann sie auf rund 50 Jahre ehrenamtliches Engagement in ihrem Heimatverein zurückblicken.

Hiltrud Weber hat sich schon in frühester Jugend dem Turnen und insbesondere der Leichtathletik verschrieben. Als Sechsjährige holte sie sich auf der damaligen Bliesdalheimer Behelfsbrücke über die Blies ihre erste Urkunde. "Ich gewann den 50-Meter-Lauf auf der Brücke, die genau diese Länge besaß", erinnert sie sich. Dreikampf - Laufen, Weitsprung und Werfen - war ihre Paradedisziplin, in der sie einige Kreismeistertitel errang. Aber auch im Orientierungslauf hat sie sich sportliche Lorbeeren verdient. So gelangen ihr Siege im Bexbacher Blumengartenlauf und bei Kreismeisterschaften. Auch im Crosslauf startete sie bis in die 1960er Jahre.

1964 erwarb sie die erste Übungsleiterlizenz beim Saarländischen Turnerbund (STB) und macht seither auf der Sportschule in Saarbrücken immer wieder Lehrgänge, um ihre Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern. 1964 begann auch ihre Karriere als Übungsleiterin. "Zuerst hatte ich eine Gruppe von sechs- bis achtjährigen Mädchen, mit denen ich in der Katholischen Volksschule trainiert habe." Zudem ist Hiltrud Weber Kampfrichterin bei der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Bliestal.

1973 folgte mit der Fertigstellung der Mehrzweckhalle ein Quantensprung bei den Trainingsmöglichkeiten. Hiltrud Weber wurde zu einer wichtigen Stütze des Vereins, zumal sie 1976 noch erfolgreich die Übungsleiterausbildung für Kinderturnen absolvierte.



Foto: Wolfgang Degott

Zeitweise hat sie wöchentlich bis zu sechs Gruppen betreut. In den vergangenen Jahren kamen noch Engagements in der Nachmittagsbetreuung der Grundschule Medelsheim-Altheim dazu. Mit den Gersheimer Landfrauen hält sie seit einem Jahrzehnt wöchentlich eine Gymnastikstunde im Kulturhaus ab.

Auch innerhalb des Turnvereins hat sie Verantwortung übernommen. 1992 wurde sie Schriftführerin, und 1996 trat sie die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Alfons Kohl an. Die Arbeit an der Spitze eines großen Turnvereins ist mittlerweile "fast ein guter Halbtagsjob". Kurse organisieren, Materialien bestellen, Besprechungen abhalten, den Übungsbetrieb am Laufen halten stehen vordergründig auf ihrem Programm.

Hiltrud Weber kann sich dabei auf die Unterstützung ihrer Familie verlassen. Ehemann Günter ist Wanderwart, Tochter Bianca, deren Mann Torsten als stellvertretender Vorsitzender des TVB fungiert, ist Jugendwartin und Übungsleiterin, Sohn Jan-Felix Kassenwart und Trainer der Völkerballmannschaft. Hiltrud Webers jüngstes sportliches Kind ist die STB-Turnschule Bliesgau. Dort arbeiten seit kurzer Zeit in der Mehrzweckhalle in Bliesdalheim die Turnvereine aus Bliesdalheim, Böckweiler, Breitfurt und Webenheim zusammen. Der Turnerbund hat der Kooperation erstmals im Saarland das Prädikat "STB-Turnschule Bliestal" verliehen.

"Den Turnverein zu führen, ist ein Halbtagsjob."  Hiltrud Weber, TVB-Vorsitzende

 

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Bürger wollen Bliesdalheim fit für die Zukunft machen
 

   Bericht vom 10.11. 2011 im Pfälzischen Merkur

 

 

Locker dank Liszt

Klavierlehrer Jürgen Rabung erklärt, was er vom Virtuosen gelernt hat und wie er es seinen Schülern vermittelt

               Bericht vom 22./23. Oktober 2011 im Pfälzischer Merkur

Zum virtuosen Klavierspieler wird man erst und nur durch jahrelanges Üben: Das erklärt Jürgen Rabung, der an einer Musikschule selbst seit 1997 Unterricht gibt. Und auch erklärt, warum Franz Liszt ihm selbst schon viel brachte.

Zweibrücken.
Seine Finger tänzeln über die Tasten, mit strahlendem Gesicht greift Jürgen Rabung blitzschnell um, gleichzeitig bedient er spielend leicht das Fußpedal: In den Proberäumen der Zweibrücker Musikschule Kern demonstriert der Klavierlehrer die große Kunst des Musizierens. "Franz Liszts Stücke sind sehr anspruchsvoll. Sie zu spielen, hat mir vor allem technisch viel gebracht. Es hilft auch, bei vielen gleichen Bewegungen locker zu bleiben", erklärt Rabung. Wer verkrampft, klingt härter, auch wirke es sich auf die Ausdauer aus. Wichtig sei es daher, aus dem ganzen Arm heraus zu spielen und nicht nur aus den Fingern. Dann schlägt er sein Notenbuch auf, wählt ein Liszt-Stück aus und legt los: "An Liszt fasziniert mich das Virtuose, er hat die Technik sehr vorangebracht." Für einen Nicht-Musiker mutet es wie ein Wunder an, wie Rabung vor Noten nur so überquellende Seiten mit den Händen umsetzt. Sie geben vor, was seine linke und seine rechte Hand tun muss, wie intensiv er die Tasten herunterdrückt und wie schnell das alles geschehen soll.

Liszt habe etwa Beethoven- oder Schubert-Stücke fürs Klavier adaptiert, die teilweise im Original von einem Sänger begleitet worden seien. Liszt machte aus dem Gesangs- einen weiteren Klavierpart, variierte auch Melodien in der Tonhöhe. Ein Genie, das aber ohne Übung auch kein Meister geworden wäre, ist sich Rabung sicher. Denn nur durch regelmäßiges Wiederholen bilde man die Automatismen aus, die es einem ermöglichen, so virtuos zu spielen.

In der Musikschule Kern unterrichtet er etwa 30 Schüler pro Woche, viele davon seien zu Beginn gerade mal sechs oder sieben Jahre alt. In den Stunden spielten sie erstmal ihre Hausaufgaben-Stücke vor. Rabung achte vor allem darauf, dass die Noten und der Rhythmus stimmten. Bei Fortgeschrittenen lege er größeren Wert auf Geschwindigkeit und Intensität der Anschläge. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, spielt er auch mal Rihanna-Stücke: "Da lern auch ich immer was dazu!" Große Talente habe er schon einige unterrichtet. Einige hätten später in Orchestern gespielt, seien selbst Musiklehrer geworden. Etwa anderthalb Jahre dauere es, abhängig von Talent, Übung und Motivation, bis ein Schüler im Schnitt leichtere Stücke spielen könne. Rabung spüre nicht, dass die Kinder von den Eltern unter Druck gesetzt würden, ein neuer Liszt oder Mozart zu werden. Dass sich Klavierunterricht großer Beliebtheit erfreut, führt er darauf zurück, dass man mit dem Instrument anders als etwa bei Flöte oder Saxofon mehrere Töne gleichzeitig spielen oder sich selbst begleiten könne.

Für seinen Teil greift Rabung in die Tasten, seit er sieben Jahre alt ist. "Am intensivsten habe ich während des Studiums geübt", erklärt er, vier bis fünf Stunden täglich seien es gewesen. Inzwischen muss er nur noch vor Konzerten besonders üben, ansonsten beschert ihm sein Unterricht genügend Praxis. Seit 1997 ist er Lehrer an der Musikschule, hat schon mehrere nationale und internationale Preise gewonnen. "Je mehr man weiß, desto schwerer wird es. Man spielt dann nicht nur mechanisch die Noten, sondern macht sich Gedanken, wie schnell und wie laut man sie interpretiert", sagt Rabung. Etwa drei seiner im Schnitt 30 Schüler seien übrigens Erwachsene, die erstmals oder nach langer Pause Klavier spielten. Die älteste sei über 70 gewesen. Zunächst hätten Erwachsene einen Lernvorteil, doch bald "ziehen die Kinder davon". Sie seien lockerer. Auch ohne Liszt.    ek

www.musikschule-kern.de

www.bliesdalheim.de/rabung_juergen.htm

 

ZUR PERSON

Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding (damals Ungarn) geboren. Er war einer der prominentesten Klaviervirtuosen und produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen komponiert und war ein Wegbereiter der programmatischen Musik (sinfonische Dichtungen) und wird mit seinen Hauptwerken der "Neudeutschen Schule" zugezählt. In einem musikalischen Werkverzeichnis stehen, ohne literarische Arbeiten, über 700 Werke. Liszt war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Zu den Höhepunkten seines Schaffens gehören die Kompositionen "Ungarische Rhapsodie", "Faust-Sinfonie" und das Klavierkonzert Es-Dur. Im Alter von 54 Jahren empfing Liszt in Rom die "niederen Weihen" und den Titel Abbé. Nach eigenen Angaben hatte Liszt sich im Alter von sieben Jahren das Notenschreiben "allein angelernt". 1820 trat der Neunjährige mit einem Klavierkonzerts in Es-Dur von Ferdinand Ries in einem Konzert öffentlich auf. red
 

 

 

Bliesdalheimer Hausbesitzer gesucht

Gemeinde Gersheim bezuschusst umfangreiche Energieberatung

Mit Förderung durch die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau (LAG) sucht die Gemeinde Gersheim 20 Hausbesitzer in Bliesdalheim. Diese sollen eine umfangreiche Energieberatung für ihre Gebäude erhalten. Hierzu sollen auch Workshops und Arbeitsgruppen initiiert werden.               

Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 15. September 2011   


Blick in die Bliesdalheimer Eisenbahnstraße

Bliesdalheim. „Unser Dorf will sich fit machen für die Zukunft“, lautet die Botschaft, die von der Auftaktveranstaltung zum gleichnamigen Leader-Projekt ausging. Dabei handelt es sich um ein Vorhaben der Gemeinde Gersheim, gefördert durch die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau (LAG), bei dem 20 Bliesdalheimer Hausbesitzer gesucht werden, die anschließend eine umfangreiche Energieberatung für ihr Gebäude erhalten. Im voll besetzten Schulungsraum der Feuerwehr erfuhren die Interessierten, dass nach der Festlegung der ausgesuchten Häuser – sie sollen die Struktur des Dorfes, die unterschiedliche Architektur mit Blick auf die Entstehungsepochen des Ortes widerspiegeln – würden diese eingehend unter die Lupe genommen. Das Werkzeug werde eine energetische Untersuchung sein, der Gestaltungsempfehlungen passend zum Ortsbild des Dorfes folgen werden.

Es sei ein Vorhaben vor dem Hintergrund, dass sowohl auf die Kommune, als auch die gesamte Region in den nächsten Jahren als Folge des Bevölkerungsrückganges große Herausforderungen zukommen werden, erklärte Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums der Handwerkskammer des Saarlandes. Bliesdalheim sei ein typisches Bliesgaudorf mit einem historischen Ortskern und angedockten Neubaugebieten. Begleitend zu der individuellen Beratung, die auch Hinweise auf mögliche öffentliche Förderungsmöglichkeiten beinhalten, würden den regionalen Handwerksbetrieben Fortbildungsmodule und Schulungsmaterialien an die Hand gegeben. Ihnen werde damit die Möglichkeit geschaffen, besser über angedachte Sanierungsschritte zu informieren.

Komplettiert werde alles mit Arbeitsgruppen und Workshops, an denen sich sowohl Bürger als auch Handwerker bis zum Ende des Projektzeitraums 2013 beteiligen könnten. Ortsvorsteher Klaus Fischer verband mit dem Projekt, dass das Ortsbild anschließend attraktiver werde, sich die Lebensqualität der Bewohner durch regionaltypische Gestaltungskonzepte erhöhen werde. Einen plastischen Einblick in die derzeitige Struktur Bliesdalheims gab Peter Alt vom Architekturbüro Alt und Britz in Saarbrücken anhand von 77 Objekten. Seit Wochen sei er in den Straßen unterwegs gewesen. Gebäude verdeutlichten, dass es viele identitätsstiftende Aspekte innerhalb der Dorfstruktur gebe. Arbeiterhäuser aus den 1930ern, Einfamilienhäuser aus den 1950er Jahren seien ebenso zu finden wie Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser. Auch würden viele Baumaterialien verwandt, werde mit Farbanstrichen gespielt. Es sei Anliegen, so Kerstin Kullack, Energieberaterin beim Umweltzentrum, das neben den Investitionen, die ein Hausbesitzer in die energetische Qualität seines Gebäudes machen kann, auch besonderen Wert auf die Empfehlung von Maßnahmen gelegt wird, die ohne oder nur mit geringen Investitionen durchzuführen sind, mit denen aber häufig schon große Effekte erzielt werden können. Jedem werde ein Leitfaden an die Hand gegeben, nachdem er seine weiteren Schritte ganz individuell planen könne.

Doris Gaa, Geschäftsführerin der saarpfälzischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Vorsitzende der LAG, erläuterte, dass man Bliesdalheim nicht ohne Grund ausgesucht habe. Struktur und Lage haben den 600-Seelen-Ort für das Projekt prädestiniert.

Mehr Informationen über das Energiespar-Projekt
gibt es bei Renate Bolle im Gersheimer Rathaus,
Telefon (0 68 43) 80 14 04 oder
per E-Mail rbolle@gersheim.de.

 

Bliesdalheim hat eine neue Ruhe-Ecke

               Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 18./19. Juni 2011   

Bliesdalheim. Nachdem die Arbeiten zur Kläranlage fertig waren, lagen die Anlagen trostlos am Radweg. Grund genug für Ortsvorsteher Klaus Fischer eine Initiative ins Leben zu rufen, um das Umfeld des Rückhaltebeckens freundlicher zu gestalten. So wurde der Heckenplatz eingefriedet, wurden Ahorn, Rosen und Forsythien gepflanzt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Wolfersheimer Straße, dem Platz des früheren Schalterhäuschens der Bliestalbahn wurde Platz geschaffen für eine Ruheecke. Ein Tisch und Bänke wurden aufgestellt. Hier können sowohl einheimische Spaziergänger verweilen als auch Benutzer des Bliestal-Freizeitweges ausspannen, Kontakte knüpfen. Geplant sei, so Fischer, der die Arbeiten mit Unterstützung vieler Helfer umsetzen konnte, noch einen Fahrradständer aufzustellen. Rund 250 ehrenamtlich erbrachte Arbeitsstunden wurden geleistet. Jetzt hat der Obst- und Gartenbauverein unter der Leitung von Wolfgang Hegmann die Pflege-Patenschaft für Anlage übernommen. ott

 

Projekt Menschlichkeit und Teilen steht jedem offen

Eindrucksvoller Gottesdienst zum Weltgebetstag

               Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 15. März 2011   

Bliesdalheim. Etwa 80 Frauen und die Pfarrer beider Konfessionen, Pater Josef Dohmen und Pfarrer Jürgen Krebs, erlebten in der Bliesdalheimer Pfarrkirche St. Wendelinus einen eindrucksvollen Gottesdienst in ökumenischer Gemeinschaft zur Feier des Weltgebetstages. Chilenische Frauen hatten in diesem Jahr die Gebetsordnung unter dem Titel „Wie viele Brote habt ihr?“ vorbereitet. Ihr Credo: „Jeder kann sich in das Projekt Menschlichkeit und Teilen einbringen“. Biblische Lesungen, aber auch historische Begebenheiten brachten den Gottesdienstteilnehmerinnen die vielfältige Problematik des südamerikanischen Landes näher. Dafür hatte schon das Vorbereitungstreffen der Pfarreiengemeinschaft gesorgt, es wurden Bilder aus dem südamerikanischen Land gezeigt. Paulina Braun, eine gebürtige Chilenin aus Gersheim, beantwortete viele Fragen zu ihrem Land, schilderte die Probleme, die durch die Militärdiktatur von General Augusto Pinochet entstanden waren, und berichtete über die Fortschritte des Wiederaufbaus nach dem verheerenden Erdbeben im vergangenen Jahr. Gebete und Lieder, begleitet von der Gitarrengruppe „Saitenklänge“ mit ihrer Leiterin Susanne Hunsicker, ließen Hoffnung aufkommen auf weltweite Solidarität. Dazu trug auch der ansehnliche Betrag der Kollekte von 370 Euro bei. Das Geld fließt der Projektarbeit des Weltgebetstagskomitees zu.


Der Altar mit Weltgebetskerze und Globus. Im Hintergrund die Mitglieder der Gruppe "Saitenklänge".                                     Foto: Wolfgang Degott

 

Schwarz auf weiß gegen Vergessen

Geschichts- und Heimatforscher Walter Weber stellte sein neues Buch vor

               Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 15. März 2011   

Bliesdalheim. Insgesamt 106 Seiten nebst achtseitigem Anhang umfasst das fünfte Werk des Bliesdalheimer Geschichts- und Heimatforschers Walter Weber. In seiner Buchreihe „Gegen das Vergessen“ titelt er zudem, dass sich ein Saarländer seiner erbärmlichen Jugend er- innert. Der 86-jährige Bliesdalheimer hat seine Lebensgeschichte niedergeschrieben. Sie ist gleichzeitig ein Sinnbild einer Generation, die geprägt ist von den Entbehrungen des Zweiten Weltkrieges, der Nachkriegsjahre bis hin zum deutschen Wirtschaftswunder, die eine große Bandbreite gesellschaftlichen Lebens erfahren und erlitten hat. Eine „verlorene Jugend“, wie er das erste Kapitel betitelt, beginnt mit dem Ausbruch des Krieges und endet am Tag der Heimkehr aus russischer Gefangenschaft als 25-Jähriger. Die Lebenserinnerungen selbst beginnen jedoch schon 1932, als er als Achtjähriger die große Not, hervorgerufen durch eine verheerende Arbeitslosigkeit, am eigenen Leib erfährt.
 

 

Er nennt sein Werk "Gegen das Vergessen" und berichtet über eine schwere Zeit: Heimatforscher Walter Weber lässt unter anderem seine Jugend im Krieg deutlich werden - mit allen Geschehnissen.

Walter Weber stellt Bürgermeister Alexander Rubeck und Ortsvorsteher Klaus Fischer sein Buch "Gegen das Vergessen" vor.           Foto: Wolfgang Degott

Weber widmet sein Buch allen denen, die vergessen können, was sie einmal selbst erlebten, „um damit der Versöhnung und dem Frieden zu dienen“. Auch versteht er sein Buch als Mahnung dazu, dass solche Schrecken, wie sie das Hitler-Regime heraufbeschworen hatte, von deutschem Boden aus niemals mehr ausgehen dürfen. Bürgermeister Alexander Rubeck, dem das Werk zusammen mit Ortsvorsteher Klaus Fischer im Container des Bliesdalheimer Dorfarchives vorgestellt wurde, würdigte Webers Initiative, den Menschen sein Lebensschicksal näher zu bringen. Er habe damit ein emotional bewegendes zeitgeschichtliches Dokument geschaffen, das für die Nachwelt erhalten bleibe. Der Autor führt seit 18 Jahren den Arbeits- und Förderverein für Bliesdalheimer Dorfgeschichte und ist damit Initiator vieler interessanter Projekte, darunter auch die Reaktivierung des Eiskellers. Das Manuskript des nun vorgelegten Buches wird ergänzt durch eine Vielzahl persönlicher Briefe, beginnend vom ersten Lebenszeichen aus russischer Gefangenschaft. Nach der Evakuierung am 1. September 1939, der Rückkehr und dem Eintritt in den Reichsarbeitsdienst (RAD), konnte er erste Bekanntschaft mit der Sowjetunion machen. Am 9. April 1943 wurde Weber zur Wehrmacht eingezogen. Danach schildert er eindrucksvoll seine Erlebnisse, die vom Ende des XIII. Armee-Korps im Brody-Kessel oder auch der letzten Schlacht der 254. Infanteriedivision handeln. Er geriet als Gefreiter einer Nachrichtenabteilung am Tag der deutschen Kapitulation, dem 9. Mai 1945, in russische Gefangenschaft, durchlebte danach deprimierende und erniedrigende vier Jahre der Entbehrungen in einigen Lagern, wobei aber auch eine kleine Romanze, die Verliebtheit in eine Russin, nicht unerwähnt bleibt. Das Buch ist beim Kulturamt des Gersheimer Rathauses sowie im Bliestal-Frische-Markt Gersheim erhältlich.

 

Sportunterricht mit den Basketball-Stars

Sportler der Saarpfalz Braves sorgten für besondere Turnstunde in der Bliesdalheimer Turnhalle

          Bericht von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur, 12./13. März 2011   

Bliesdalheim. Korbleger, Dribbling, Passübungen und zum Abschluss ein gemeinsames Spiel, wo die vorher geübten Techniken direkt in die Praxis umgesetzt werden konnten: Das waren einige der Komponenten, mit denen zwei Profis des Basketballteams Saarpfalz Braves für eine besondere Turnstunde in der Bliesdalheimer Halle sorgten. Eifrige Akteure waren dabei die Viertklässler der beiden Parallelklassen, die zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen Judith Schneider (4a) und Lena Hutzler (4b) die üblichen Sportutensilien mit dem großen Gummiball vertauschten. Der 2,06 Meter  große US-Amerikaner Theodis Tarrer (26 Jahre) und sein deutscher Mannschaftskollege, der 2,09 Meter große Robert Oehle (22), beide Centerspieler in der Zweitliga-Mannschaft von Trainer Josipovic Nenad, für die das Gastspiel bei den Neun- und Zehnjährigen auch eine willkommene Abwechslung zum täglichen Training bedeutete, eröffneten das Schultraining mit einer abwechslungsreichen Aufwärmphase. Währenddessen stand der Betreuer Christopher Dispot, Absolvent des freiwilligen sozialen Jahres (FSJ), auch für Fragen und Wünsche zur Verfügung. Bisher habe man elf Schulen besucht und dabei durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Die Kinder freuten sich neben dem gemeinsamen Spielen und den Autogrammen auch mächtig  über die Freikarten für den Besuch eines Heimspieles im Erbacher Sportzentrum.

 

Für die Sportler war es eine willkommene Abwechslung, für die Kinder eine aufregende Sportstunde: An dem Basketball-Training in der Bliesdalheimer Halle hatten offensichtlich alle Teilnehmer Spaß.


Foto: Wolfgang Degott

 

Ortsrat lehnt Verordnung über
"Landschaftsschutzgebiet zwischen Bliesdalheim und Herbitzheim" ab

Februar 2011

Schwerpunkt der ersten Sitzung des Bliesdalheimer Ortsrats  im Jahr 2011 war die Stellungnahme zur Ausweisung des "Landschaftsschutzgebietes zwischen Bliesdalheim und Herbitzheim". Hintergrund ist, dass das saarländische Umweltministerium weitere Naturschutzgebiete ausweisen oder bestehende Naturschutzgebiete erweitern möchte um EU-Vorschriften nachzukommen.

Hiervon ist auch Bliesdalheim betroffen, wie Ortsvorsteher Klaus Fischer erläutert. Das Gebiet auf Bliesdalheimer Gemarkung hat eine Größe von ca. 100 Hektar und erstreckt sich im Südosten auf einer Länge von rund 2 km und einer Breite von  etwa 500 m vom oberen Hohlweg über die Heizwiesen, Weiher- und Possenahnung bis Michelseeden zur Gemarkungsgrenze und verläuft  dann auf Herbitzheimer Gemarkung weiter.
Der Bliesdalheimer Ortsrats habe bereits bei seiner Stellungnahme zu den NATURA 2000-Schutzgebieten im  November 2009 den Erlass abgelehnt, mit der Begründung, dass die Landwirte in der Bewirtschaftung ihrer Flächen zu sehr eingeschränkt seien.

Die neue Verordnung mit der Bezeichnung "Landschaftsschutzgebiet zwischen Bliesdalheim und Herbitzheim" enthält weitgehend die gleichen Einschränkungen für die Bewirtschaftung der ausgewiesenen Flächen wie das bei den NATURA 2000-Schutzgebieten der Fall war.

So sehen die Ratsmitglieder insbesondere durch die einschränkenden Vorschriften zur Nutzung der Wiesen und Weideflächen die wirtschaftlichen Interessen der Landwirte gefährdet. So soll z.B. eine Beweidung der Wiesen erst ab 1. August eines Jahres erlaubt sein. Außerdem sei durch die Verordnung auch von einer Beeinträchtigung der Jagdausübung auszugehen. Deshalb hat der Ortsrat die Verordnung über das Naturschutzgebiet einstimmig abgelehnt.

Allgemein ist man der Auffassung, dass heute die Landwirte durch die Ausweisung ihrer bewirtschafteten Flächen zu Schutzgebieten nicht dermaßen benachteiligt werden dürfen, denn gerade durch die extensive Nutzung unserer Felder und Wiesen in der Vergangenheit durch unsere Vorfahren ist unsere heutige Kulturlandschaft entstanden.

Eigentümer von Grundstücken, die in den ausgewiesenen Flächen liegen und von den Einschränkungen betroffen sind, können noch bis zum 18. Februar 2011 ihre Bedenken gegen die Verordnung schriftlich bei der Gemeinde vorbringen. Entsprechende Formblätter werden im Rathaus (Frau Bolle) bereitgehalten.

 

Die Jungfernrede schon bewältigt

Bundestagsabgeordnete Yvonne Ploetz pendelt zwischen Berlin, Trier und Bliesdalheim

               Bericht von Merkur-Mitarbeiter Joachim Schickert, Pfälzischer Merkur, 5. August 2010

Bliesdalheim. Schon ein halbes Jahr vergangen? In der Tat, die Vorsitzende der Blieskasteler Partei Die Linke, Yvonne Ploetz aus Bliesdalheim, sitzt bereits seit dem 1. Februar im Deutschen Bundestag. Was hat sie bisher erlebt, seit sie den Platz von Oskar Lafontaine eingenommen hat? „Ich wohne immer noch im Hotel“, gesteht die 25-Jährige, als sie zu Gast in der Redaktion unserer Zeitung ist. Das ständige Pendeln zwischen Berlin und Trier, wo sie nach wie vor Politikwissenschaft studiert, und dem heimischen Gersheimer Ort haben sie in der Bundeshauptstadt noch nicht sesshaft werden lassen. Außerdem sei sie in Berlin von früh bis spät in Sachen Politik auf Achse. „Ich wurde im Februar im Bundestag von meiner Fraktion herzlich aufgenommen“, erzählt Yvonne Ploetz, die damals urplötzlich die Nachfolge von Oskar Lafontaine in der 76-köpfigen Linkenfraktion antrat, als sich Lafontaine aus der Bundespolitik verabschiedete.

Von Fraktionschef Gregor Gysi habe es gar Blumen gegeben. Insbesondere der Jugend-, Bildungs- und Hochschulpolitik hat sich die 25-Jährige angenommen. Mitte Juni war es dann soweit: Sie hielt Ihre Jungfernrede im Bundestag. „Ich war mächtig aufgeregt, musste ein paar Beruhigungstropfen vor dem vierminütigen Auftritt am Rednerpult des Bundestages einnehmen“, gesteht Yvonne Ploetz. Doch dann ging es prima; sie hielt ihr Plädoyer für Bafög-Erhöhung, trug ihre Ansichten zu Stipendien vor – und schon war die Zeit um. Und am Ende ihrer Rede sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert: „Liebe Frau Ploetz, zu Ihrer ersten Rede im Deutschen Bundestag gratuliere ich Ihnen herzlich im Namen des ganzen Hauses, verbunden mit allen guten Wünschen für die weitere parlamentarische Arbeit.“

Und dann war da natürlich die Wahl des Bundespräsidenten in der Bundesversammlung am 30. Juni, als Christian Wulff schließlich im dritten Wahlgang gewählt wurde. Das sei für sie ein „spannendes Erlebnis“ gewesen. Was macht das Studium? „Mein Politik-Studium ist mir nach wie vor sehr wichtig, und ich will es im kommenden Frühjahr mit dem Magisterexamen beenden“, sieht die Bliesdalheimerin den kommenden Monaten entgegen. Für die Politik der Linken will sie sich auch künftig im Bundestag tatkräftig einsetzen.

Dabei hatte sie ihre politische Karriere mit 14 Jahren in der Jungen Union in Medelsheim begonnen. Aufgewachsen ist sie in Bliesmengen-Bolchen, dann wohnte sie in Medelsheim, ehe sie schließlich nach Bliesdalheim umzog. Im Laufe der Zeit habe sich bei ihr ein „schleichender politischer Sinneswandel“ vollzogen, und im Jahr 2005 sei sie schließlich in die PDS eingetreten. Ehe es ans Studieren ging, machte sie ihren Realschulabschluss in Gersheim, anschließend Abitur am Helmholtz-Gymnasium in Zweibrücken. In die Heimat kommt sie immer wieder gerne. Erst vergangenes Wochenende hat sie gemeinsam mit Oskar Lafontaine das Linke-Bürgerbüro in Blieskastel eingeweiht.
 


 

 

 


Zwischen Berlin, ihrem Heimatort Bliesdalheim (unten) und dem Studienort Trier pendelt die Bundestagsabgeordnete der Linken, Yvonne Ploetz (oben) seit einem halben Jahr.
    Fotos: PM/Linke/ott

ZUR PERSON
Yvonne Ploetz wurde am 28. September 1984 in Saarbrücken geboren. Sie ist ledig. 2004 Abitur. Seit 2005 Studium der Politikwissenschaft, Kunstgeschichte und Soziologie. Seit Oktober 2005 PDS-Mitglied. Im November 2005 Gründungsmitglied und Vorsitzende des Ortsverbandes Blieskastel. Seit 2008 im Vorstand der Linke Saarpfalz. Mitglied des Bundestages seit dem 1. Februar 2010 für Oskar Lafontaine.

 

 

 

Stolz auf gute Ausstattung

Feuerwehrgerätehaus und Atemschutzwerkstatt mit viel Engagement modernisiert

                                                      19. Juni  2010        

Bliesdalheim In einer kleinen Feierstunde konnte Bürgermeister Alexander Rubeck zur Einweihung des modernisierten Feuerwehrgerätehauses und der Zentralen Atemschutzwerkstatt neben vielen Gästen auch Abordnungen der Partnerwehren aus Bazancourt (Frankreich) und Gilsdorf (Luxemburg) begrüßen. Er stellte dabei das große Engagement der Bliesdalheimer Wehrleute heraus, die in rund zwei Jahren vieles bewegt haben: Mit  2700 Stunden Eigenleistung wurde zusammen mit ausführenden Firmen die zu klein gewordene Atemschutzwerkstatt erweitert, sanitäre Anlagen hergestellt, eine neue zusätzliche Fahrzeughalle gebaut und den ehemaligen Vereins-Schulungsraum umgestaltet und mit moderner Technik ausgestattet.

 


Im Prüfstand der Atemschutzwerkstatt Bliesdalheim (von links): August Florsch vom saarländischen Innenministerium, Wehrführer Stefan Lugenbiehl, Löschbezirksführer Stefan Rabung, Bürgermeister Alexander Rubeck und der Leiter der Atemschutzwerkstatt Christof Jung.      Foto: W. Degott

Ortsvorsteher Klaus Fischer, der selbst der Wehr angehört, beglückwünschte seine Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zu dem gelungenen Ergebnis. Insbesondere die Modernisierung der Atemschutzwerkstatt als zentrale Einrichtung sei nicht nur eine Investition in die  Sicherheit der Bliesdalheimer Bevölkerung, sondern der gesamten Gemeinde. Ausgangspunkt der Arbeiten seien die unzureichenden Platzverhältnisse in der vor ca. 25 Jahren errichtete Atemschutzwerkstatt gewesen. Zwar habe sie sich unter der Leitung von Christoph Jung mit seinem Team sehr positiv entwickelt, die Erfüllung der erforderlichen Aufgaben unter den notwendigen hygienischen Bedingungen sei aber nur schwer möglich gewesen. Auch entsprachen die Stellplätze für die beiden Fahrzeuge nicht den Bestimmungen. Auch die geforderte Umkleidemöglichkeit für die Feuerwehrfrauen war nicht vorhanden. Weil im Zuge dieser Maßnahmen der ehemalige Feuerwehrschulungsraum für die Atemschutzwerkstatt und Garage gebraucht wurde, musste ein Ersatz gesucht werden. Dazu trat schon 2005 die Feuerwehr an den Ortsrat heran. Dieser beschloss einstimmig, der Feuerwehr den ehem. Vereins-Schulungsraum zu überlassen und die Vereine im Schulgebäude unterzubringen. Fischer dankte allen Beteiligten: dem Minister des Innern, dem Gemeinderat, dem ehemaligen Wehrführer Walter Lillig, dem Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner, dem Gemeindebauamt und nicht zuletzt natürlich seinen Kameradinnen und Kameraden, unter der Leitung von Löschbezirksführer Stefan Rabung.  Durch ihre umfangreiche Eigenleistung sei das Gerätehaus an die Erfordernisse der Zukunft angepasst worden.

Ehrenwehrführer Walter Lillig, der den Ausbau des wichtigen Atemschutzstützpunktes maßgeblich unterstützt und begleitet hatte, freute sich darüber, dass die Freiwillige Feuerwehr der gesamten Gemeinde mit ihren elf Löschbezirken nicht nur über eine zeitgemäße, effektive Ausstattung sondern hier in Bliesdalheim über bestens ausgebildetes Personal verfüge. Im Ernstfall sei dies eine wichtige Unterstützung der Mannschaften an der jeweiligen Einsatzstelle.

Abschließend lobte Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner: „Ihr könnt stolz auf euer Schmuckstück sein, das ihr mit viel Eigenleistung geschaffen habt, das Geleistete zeugt von einem lebendigen und gut aufgestellten Löschbezirk hier in Bliesdalheim“.

Insgesamt kostete die Maßnahme rund 150.000,-- Euro, wobei das Land einen Zuschuss von 63.600,-- und der Saarpfalz-Kreis 8.000,-- Euro beigesteuert haben. Herzstück ist der für rund 21.000,-- Euro angeschaffte Prüfstand für die Atemschutzwerkstatt.

 

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"Ploetz-lich Abgeordnete"

Yvonne Ploetz wird für die Partei Die Linke das Saarland im Bundestag vertreten

Ein Bericht von Merkur-Mitarbeiter Joachim Schickert, Pfälzischer Merkur, 29. Januar 2010

 

Bliesdalheim.  Ihre politische Karriere hat sie mit 14 Jahren in der Jungen Union in Medelsheim begonnen, ab nächste Woche sitzt sie für die Partei Die Linke im Deutschen Bundestag: Die 25-jährige Yvonne Ploetz aus Bliesdalheim rückt für den 66-jährigen Oskar Lafontaine nach, der sich wieder in der Landespolitik engagieren will und sich am vergangenen Samstag aus der Bundespolitik zurückgezogen hatte.

Nein, nicht aus den Medien hätte sie vom Rückzug Lafontaines erfahren und dass sie damit mit Listenplatz drei auf der Bundestagsliste der Linken im Saarland nachrückt, Lafontaine selbst hätte sie angerufen und die Neuigkeit verkündet.



Nächste Woche rückt Yvonne Ploetz aus Bliesdalheim für Oskar Lafontaine im Bundestag nach - für die 25-jährige Studentin, die kurz vor dem Abschluss steht, bedeutet das, ihr bisheriges Leben komplett umzukrempeln.

Gleich am Samstag twitterte sie schon kurz nach sieben Uhr morgens im Internet: "Nun werde ich tatsächlich in den Bundestag einziehen. Mit einem riesigen Respekt vor der Aufgabe, aber auch großer Leidenschaft!", und drei Tage später hieß es: "Es ist ganz schön anstrengend, sein Leben von einem Tag auf den anderen komplett umzukrempeln." Und ein rasanter Wechsel in ihrem Leben wird es in der Tat sein, wenn sie die 76-köpfigen Linken-Fraktion in Berlin komplettiert und gemeinsam mit Thomas Lutze ("ein guter Freund") das Saarland vertritt. So muss die Studentin der Politikwissenschaft, Kunstgeschichte und Soziologie doch künftig zwischen Berlin, ihrem Studienort Trier und ihrem Heimatort Bliesdalheim hin- und herpendeln. "Mein Studium will ich auf alle Fälle abschließen", erzählte Yvonne Ploetz ("Ploetz-lich Abgeordnete"), als sie am Mittwochabend zu Gast in der Redaktion Blieskastel war. "Die Fraktion wird darauf Rücksicht nehmen", hat sie Kontakt mit den künftigen Kollegen aufgenommen. Allerdings werde die Rosa-Luxemburg-Stipendiatin wohl jetzt etwas mehr Zeit brauchen, denn eigentlich wollte sie im kommenden Wintersemester ihren Magisterabschluss machen.

Aufgewachsen, so erläutert die 25-jährige künftige Bundestagsabgeordnete, ist sie in Bliesmengen-Bolchen, ging hier zur Grundschule. Vom zehnten bis zum 20. Lebensjahr wohnte sie dann in Medelsheim, wo sie in die Junge Union eintrat, ehe sie schließlich nach Bliesdalheim umzog.

Im Laufe der Zeit habe sich bei ihr ein "schleichender politischer Sinneswandel" vollzogen, und im Jahr 2005 sei sie schließlich in die PDS eingetreten. Ehe es ans Studieren ging, machte sie ihren Realschulabschluss an der Gesamtschule Gersheim und anschließend ihr Abitur am Helmholtz-Gymnasium in Zweibrücken, wie sie in der Redaktion erläuterte. Politisch will die ledige junge Frau sich insbesondere in den Bereichen Bildung und Jugend einbringen. Und zu Hause ist auch noch genug zu tun, denn sie ist Vorsitzende der Linken in Blieskastel und im Kreisvorstand Saarpfalz. Da bleibt wohl nicht mehr so viel Zeit für ihre Hobbys Judo, Schwimmen, Lesen und Kochen.

 

 

Bliesdalheim wird zum Musterdorf

Ein Bericht von Merkur-Mitarbeiter Erich Schwarz vom 6. November 2009                             

Modellprojekt zur „energetischen Gebäudesanierung“ im Gemeinderat vorgestellt

50 Häuser werden repräsentativ in Bliesdalheim ausgewählt. Nach einer Analyse des energetischen Ist-Zustandes gibt es eine intensive Beratung für den Hausbesitzer, und ein Förderprogramm mit Sanierungsempfehlungen wird ihm vorgeschlagen.

Gersheim. In der jüngsten Gersheimer Gemeinderatssitzung unter Leitung des Ersten Beigeordneten Wolfgang Endlich wurde das Projekt „Unser Dorf fit für die Zukunft“ vorgestellt. Beispielhaft wurde dabei von Hans-Ulrich Thalhofer das Projekt „Bliesdalheim – Musterdorf energetische Gebäudesanierung“ vorgestellt. Der Projektleiter Thalhofer arbeitet für das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum, eine Tochtergesellschaft der Handwerkskammer des Saarlandes. Die Ausgangslage berücksichtigt verschiedene Umstände, etwa die Tatsache, dass es durch die demografische Entwicklung vor allem im ländlichen Raum zu Gebäudeleerständen kommt.

Ziel soll es deshalb sein, sich um die Werterhaltung der Gebäude zu bemühen, diese attraktiv zu erhalten. Durch den Erhalt der Gebäude, so Thalhofer, stelle sich auch eine Verbesserung des Ortsbildes ein. Was soll aber nun konkret passieren? Es werden bei diesem, so Wolfgang Endlich, „Leuchtturmprojekt“, 50 Häuser verschiedener Kategorien repräsentativ in Bliesdalheim ausgewählt. Die Unterscheidung in Kategorien wird vorgenommen etwa nach den Kriterien historische Gebäude und Bauernhäuser, Neubaugebiete der 70er Jahre und öffentliche Gebäude. Durch Spezialisten für energetische Fragen wird dann der energetische Ist-Zustand der Häuser analysiert. Dies erfolgt nach einer Begehung und einer entsprechenden Datenaufnahme.

Es soll eine so genannte Schwachstellenanalyse vorgenommen und die gewonnenen Daten bewertet werden. In der Folge gibt es dann eine intensive Beratung für den Hausbesitzer, und ein Förderprogramm mit Sanierungsempfehlungen wird ihm vorgeschlagen. Gleichzeitig zu dieser Analyse wird auch eine Fortbildung für Handwerker aus der Region durchgeführt. Diese wird etwa 30 Stunden umfassen, wodurch die Fachbetriebe entsprechend der Fragestellung fit gemacht werden sollen. Am Ende des Projekts soll sozusagen ein Musterordner erstellt werden, der dann auch von anderen Kommunen in dieser Problematik als Lösungshilfe herangezogen werden kann. Die Parteisprecher aller Fraktionen begrüßten die Maßnahme.

Die am häufigsten gestellte Frage war, warum die Auswahl des Dorfes gerade auf Bliesdalheim fiel. Hier argumentierte Thalhofer, dass es sich bei Bliesdalheim um ein klassisches Bliestaldorf handele, ein Straßendorf mit einem alten Kern entlang der Straße und Neubaugebieten aus verschiedenen Zeitepochen. Auch die Häuser seien repräsentativ ausgewählt, um später als Beispiel zu dienen. Das Programm soll über drei Jahre laufen.

 

 

Was ist der Weg?  -   Er liegt vor deinen Augen

Geistlicher Abendmusik in der prot. Kirche Bliesdalheim

Kirchenkonzert des prot. Singkreises

14. November 2009        Text: Rudi Kleinpeter

Gersheim-Bliesdalheim.
Ihr Kommen nicht zu bereuen brauchten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die zum jüngsten Konzert des Protestantischen Singkreises Bliesdalheim in der Reihe "Geistliche Abendmusik" in die Protestantische Kirche Bliesdalheim gekommen waren. Moderator Bruno Stolz freute sich angesichts der fast bis auf den letzten Platz besetzten Kirche über den guten Publikumszuspruch und dankte zunächst Gerald Kohl, dem ehemaligen Chorleiter des Singkreises, und Musikpädagoge Christoph Nicklaus als Begleiter am E-Piano, die kurzfristig für die erkrankte etatmäßige Chorleiterin Claudia Hoyer eingesprungen waren und ohne deren Mitwirkung das Konzert hatte ausfallen müssen. Als Instrumentalisten tätig waren auch die Chormitglieder Arno Abel (Schlagzeug) und Bruno Stolz (Gitarre).

Der Abend stand unter dem Leitthema "Wege"; alle Lieder und Texte hatten einen Bezug zu diesem Thema: Gottes Wege, der Menschen Wege, Wege zu Gott und zu sich selbst, Weggehen, Ankommen, neue Schritte wagen, Abschied, der letzte Weg - alles wurde in den besinnlich-nachdenklichen Texten, die Sigrun Stolz ausgesucht hatte und die von den Presbytern Jüirgen Gotsche und Wolfgang Lippmann in den Pausen zwischen den Liedern vorgetragen wurden, genauso angesprochen wie in den insgesamt 13 Liedern, die der Chor sang. Seiner Tradition gemäß waren dies vor allem Neue geistliche Lieder. Dabei wechselten sich bisher noch weniger bekannte Lieder mit "Klassikern" des Neuen Geistlichen Liedes ab: so folgten zum Beispiel auf "Herr, Deine Wege sind so schwer zu verstehen" die eindrucksvollen "Spuren im Sand" von Siegfried Fietz und "Geh unter der Gnade" von Manfred Siebald (beide gehören zu den bekanntesten Vertretern der Neuen Geistlichen Lieder in Deutschland); auf "Geh viele neue Schritte" folgte das aus dem erfolgreichen Kinofilm "Die Kinder des Monsieur Mathieu" bekannte in franzosischer Sprache gesungene Lied "Vois sur ton chemin".

Zwei musikalische Glanzlichter, die sehr gut zum Leitthema des Konzerts passten, hatte sich der Singkreis für den Schluss aufgehoben: "Mein Weg ist mein Weg ist mein Weg" des bekannten deutschen Liedermachers Klaus Hoffmann und - vorher ins Deutsche übertragen -"My way" (unter anderem bekannt geworden durch Frank Sinatra). Es war nicht verwunderlich, dass das begeisterte Publikum eine Zugabe (das ebenfalls bekannte irische Segenslied "Möge die Straße uns zusammenführen") erklatschte, die dann gemeinsam vom Chor und den Zuhörern gesungen wurde.

Die Spenden der Zuhörer gehen wie schon öfter an die Hilfsorganisation "Friedensdorf International", für die sich Chormitglied Ursula Stiwitz seit langem engagiert und die kranke und kriegsverletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten unterstüzt, denen in ihrer Heimat medizinisch nicht geholfen werden kann.

Eine kleine Überraschung hielt der Singkreis für alle Konzertbesucher dann noch an der Kirchentür in Form einer kleinen Papierrolle mit je einem Sinnspruch zum Thema Wege bereit.  (Rudi Kleinpeter)


14. Nov. 2009
Der prot. Singkreis Bliesdalheim bei seinem Auftritt in der prot. Kirche Bliesdalheim.


                                                                                                   Fotos: Alban Staab

 


Wieder neues Leben in alten Schulzimmern?

 

Orstrat besprach mögliche Nutzung der ehemaligen Bliesdalheimer Schule - Medelsheimer
 Schule wird saniert


            Das ehemalige Schulhaus in Bliesdalheim           Quelle: Pfälzischer Merkur, 22. April 2009

 

Stefan Lugenbiel löst Wehrführer Walter Lillig ab

Feuerwehr der Gemeinde Gersheim unter neuer Führung - Würdigung für den
bisherigen Amtsinhaber

 

Quelle: Saarbrückerzeitung, vom 25.11.2009  

 


Freitag, 27 März 2009

Anerkennung
Beim Landeswettbewerb "Schüler experimentieren", der Juniorsparte "Jugend forscht" gingen unsere drei Bliesdalheimer Mädchen Eva Ettgen, Clara Taurian sowie Carolin Televski in der Kategorie Chemie als Sieger hervor. Sie erhielten den 1. Preis für ihre Forschungsarbeit an Hautcremes.
Für diese tolle Leistung ganz herzlichen Glückwunsch.
Klaus Fischer, Ortsvorsteher

 

Walter Weber wird am Sonntag 85 Jahre alt

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 14. März 2009        

Bliesdalheim. Nach 29 Jahren als selbstständiger Unternehmer ging Walter Weber 1985 in den Ruhestand. Danach verschrieb er sich der Dorf- und Heimatgeschichte. An diesem Sonntag, 15. März, wird der rüstige Rentner 85 Jahre alt. Seine großen unternehmerischen Leistungen waren der Bau der Mehrzweckhallen in Breitfurt, Ballweiler und Bliesdalheim, das Wasserwerk in Wolfersheim sowie die Bliestalwasser-Versorgungsleitung von Rubenheim nach Bliesdalheim.

Doch auch weitere Projekte wie der Erweiterungsbau der staatlichen Behindertenschule an der Universitätsklinik Homburg sind mit dem Namen Weber verbunden. Im vorigen Jahr wurde ihm von der Handwerkskammer der goldene Meisterbrief verliehen.

Vor 17 Jahren hat er zusammen mit Gleichgesinnten den Arbeits- und Förderverein für Bliesdalheimer Dorfgeschichte ins Leben gerufen und leitet ihn seither.

Viele Bücher und Broschüren sind seitdem erschienen, die teilweise ganz oder hauptsächlich aus der Feder Webers stammen. Auch hat er durch seine fundierten Kenntnisse dafür sorgen können, dass der Eiskeller freigelegt und restauriert werden konnte.

Viele Stunden verbringt er täglich im Bliesdalheimer Geschichtsarchiv, einem Container vor seinem Haus in der Eisenbahnstraße 40. Reichhaltig ist sein übriges ehrenamtliches Engagement. So war er über Jahrzehnte im Presbyterium von Walsheim und Bliesdalheim, im Vorstand oder Aufsichtsrat der Raiffeisenbanken Bliesdalheim und später in Webenheim, ist Gründungsmitglied des Gesangvereins, wo er seit 43 Jahren singt. Der gelernte Maurermeister ist Mitglied der CDU und seit neun Jahren im Ortsrat. Auch ist Weber ein Betreiber für die Wiederrichtung des Alexanderturms.

Seit 57 Jahren ist er mit seiner Frau Irene verheiratet. Zum Jubeltag gratulieren auch die Kinder Ilka, Ingrid und Dietmar mit Ehepartnern und Kindern.

 

 

Protestantischer Singkreis engagiert sich für junge Kriegsopfer

Erlös der Veranstaltung in der Kirche Bliesdalheim geht an die Hilfsorganisation Friedensdorf

Von SZ-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  29. Dezember 2008  

Zu einem Abend in besinnlicher Atmosphäre hatte der evangelische Singkreis Bliesdalheim eingeladen. Und sie gaben eine eindrucksvolle Antwort darauf, warum Christen jedes Jahr Weihnachten feiern.

Bliesdalheim. „Wer mit sich selbst nicht gut umgeht, wem kann der gut sein?“ fragte Wolfgang Lippmann beim kleinen Konzert des evangelischen Singkreises in der protestantischen Kirche Bliesdalheim. Mit Liedern und Texten, so Bruno Stolz, wolle man erreichen, dass die Zuhörer ihre Gedanken frei laufen lassen könnten, um für wenige Minuten aus der doch hektischen Adventszeit zu entfliehen. Das gelang dem Chor eindrucksvoll! „Wir standen im Dunkeln und sahen keinen Stern“ hieß der Titel von Hans-Jürgen Mang, mit dem das 14-köpfige Ensemble seinen Liederreigen beim „geistlichen Advent“ eröffnete, um dann mit „Wir warten auf das Licht“ die Konzertbesucher weiter adventlich zu stimmen.

In dem durch die bescheidene Beleuchtung atmosphärisch gestimmten, intimen Gotteshaus gaben alle musikalischen Beiträge auf eine bemerkenswert abwechslungsreiche Art eine eindrucksvolle Antwort darauf, warum Christen jedes Jahr das Kommen Jesu in die Welt feiern. Einen Ausflug auf die Insel wagten die Choristen unter der Leitung ihrer Dirigentin Claudia Hoyer mit dem englischen Weihnachtslied „Deck The Halls“, das so mancher auch aus der Harry-Potter-Verfilmung kannte. Die Musik stammt ursprünglich von dem walisischen Winterlied „Nos Galan“. Zur Keyboard-Begleitung seiner Leiterin sang der Chor „Es ist kein Raum für dich, mein Kind, sie schließen ihre Türen...“.

Bei der Sammlung unter den zahlreichen Besuchern kamen 182 Euro zusammen. Gespendet wird der Betrag an die Organisation Friedensdorf international. Die 1967 während des Vietnamkrieges gegründet Organisation hat seither verwundete Kinder aus mehr als 40 Krisengebieten nach Deutschland gerettet.

 

  Impressionen

2008

6.. Weihnachtsmarkt 

Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur, Weihnachten 2008

Viele Helfer sorgten für ein buntes Programm

Bliesdalheimer Weihnachtsmarkt rund um die Gaststätte Q-Stall in der Dorfmitte

Bliesdalheim. Im flackernden Glanz der Schwedenfeuer kuschelten sich die Holzbuden beim sechsten Bliesdalheimer Weihnachtsmarkt rund um die Gaststätte Q-Stall in der Dorfmitte. Angelsportverein, Jugendfeuerwehr, Obst- und Gartenbauverein, Turnverein, aber auch das Team des Gasthofes und der Helfer von Klaus Meyers sorgten zusammen für einige stimmungsvolle Stunden des letzten Adventssonntages.

Nachdem man im vergangenen Jahr eine "schöpferische" Pause eingelegt hatte, sorgten nun wieder viele Helfer für ein abwechslungsreiches Programm. Waffeln, Gebäck, Folienlaternen, Tannenbäume waren nur einige der Artikel, die das Angebot beinhaltete. 

Nicht fehlen durfte der "Auftritt" des Heiligen Mannes. In seinem roten Mantel beschenkte der Nikolaus, alias Bernhard Welsch, zusammen mit Ortsvorsteher Klaus Fischer die Kinder, die sich mit leuchtenden Augen, aber auch teilweise mächtigem Respekt dem rauschebärtigen Bischof näherten.


Bernhardt Welsch als Nikolaus mit Ortsvorsteher Klaus Fischer bei der Bescherung der Kinder.

Unter der Leitung von Claudia Hoyer präsentierte der Singkreis in der Evang. Kirche von 16.30 bis 17.00 Uhr Lieder und Texte zur Weihnachtszeit.

  Weihnachtsmarkt 2002 bis 2010  

 

Dalemer Kerb 2008

Impressionen

Bei mildem, sonnigem Wetter kamen alle auf ihre Kosten. 

 

  Dalemer Kerb 2000 bis 2008  

 

Seniorennachmittag, 28. September 2008

 



Seniorennachmittag, 28. September 2008

  Seniorentage 2003 bis 2007  

 

Viele Besucher beim Erlebnistag am alten Alexanderturm bei Böckweiler 

Die Premiere eines Erlebnistages an der Ruine des Alexanderturms zwischen Breitfurt und Böckweiler war ein toller Erfolg für die Fördergemeinschaft Wiederaufbau Alexanderturm. In zwei Jahren soll ein endgültiges Konzept vorliegen. 

Ein Bericht von Merkur-Mitarbeiter Hans Hurth erschienen am 17. September 2008  
 

Böckweiler. Das Programm in luftiger Höhe begann mit einem Waldgottesdienst, begleitet von den Turmbläsern des TV Breitfurt. „Ich habe meinen guten Draht nach oben genutzt und strahlenden Sonnenschein bestellt“, scherzte Pfarrer Rolf Glade, der in seiner Predigt das Matthäus-Evangelium vom verklärten Berg bemühte. „Durch den Wald hoch zum Berg beim Alexanderturm kommt der Wanderer in eine andere, beschauliche Welt“, sagte Glade im Schatten der Ruine. Und es kamen viele Wanderer und Radler. „Bereits früher haben wir mit den Kindern Manuel und Eveline an dieser historischen Stätte gegrillt und die schöne Aussicht genossen“, erzählten uns Johanna und Bernhard Dasch (66). Der gebürtige Bliesdalheimer wohnt heute in Zweibrücken und zählt zu den 70 Mitgliedern der Fördergemeinschaft, deren Vorstandsteam um Walter Schmidt und Werner Moschel den Besuchern die Historie des 1893 auf dem großen Kahlenberg, mit 401 Metern höchste Erbebung des Bliesgaues, erbauten Turms näher brachten.

„Der Turm war bis zu seiner Sprengung im Herbst 1939 ein beliebtes Ausflugsziel“, berichtet Irma Weinmann (79) aus Böckweiler als Zeitzeugin. „Viele Schulklassen trafen sich hier zu Sternwanderungen, Wandergruppen wollten den imposanten Rundblick genießen“, wusste Weinmann. Bereits im Jahre 1954 gab es erste Bestrebungen der Gemeinde Böckweiler, den Turm wiederaufzubauen, 1977 gründete sich unter den Ortsvorstehern Rudi Weinmann und Julius Pfeiffer die erste Fördergemeinschaft Wiederaufbau, die Anträge an die Regierung blieben jedoch erfolglos. Helmut Lambert im Jahre 1999 und der Ortsrat Breitfurt ein Jahr später griffen die Idee des Wiederaufbaus erneut auf. Am 11. Februar 2005 nahm sich die heutige Fördergemeinschaft des Wiederaufbaus an. „Nach den Bauvorschriften ist der Aufbau möglich, zumal die Stadt Blieskastel erforderliches Gelände gekauft und danach die Wege angelegt hat“, sagte Walter Schmidt zu unserer Zeitung und dankte den Ortsräten Breitfurt und Böckweiler ausdrücklich.

Turm als Leuchtturm
„Unser Ziel ist natürlich der Wiederaufbau des Turms in alter Form, wobei wir nach dem Fest den finanziellen Rahmen abstecken und bis 2010 ein Konzept erstellen wollen.“ Das erforderliche Volumen werde sich wohl zwischen 350000 und 500000 Euro bewegen, wobei Fördermittel von Sponsoren sowie aus EU-Töpfen zu erwarten seien. „Der Turm könnte zum Leuchtturm für die wechselhaften Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich werden“, stellte Breitfurts Ortsvorsteher Franz Welsch fest. Welche imposante Aussicht zu erwarten ist, machte Heimatforscher Helmut Lambert aus Altheim deutlich. „Der 1009 Meter hohe Donon in den Vogesen (75 Kilometer Entfernung) sowie der Donnersberg (70) und der Schaumberg (48 Kilometer entfernt) wären vom Turm aus prima zu erkennen“, erklärte Lambert den Interessenten, die daneben ein buntes Programm mit dem Blasorchester des TV Breitfurt, Kutschfahrten und naturkundlichen Führungen erlebten.


So könnte der neue Aussichtsturm aussehen.

Hintergrund
Der ehemalige Alexanderturm
wurde 1893 auf dem Kahlenberg erbaut. Das einst 26,35 Meter hohe Bauwerk gewährte eine Rundumsicht über 80 Kilometer. Der Grundriss hatte eine Seitenlänge von fünf Metern, die obere Plattform, zu der 142 Stufen führten, war 2,70 Meter breit. Infos zur Fördergemeinschaft Wiederaufbau (Jahresbeitrag zwölf Euro): Walter Schmidt, Telefon (06842) 1749.

Impression vom Erlebnistag am alten Alexanderturm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute findet der letzte Schultag in Bliesdalheim statt 

Ende einer 55 Jahre alten Geschichte - Ab Montag gehen alle Kinder in die Klassen in Reinheim

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 30. November 2007   


Das 1951/52 erbaute Schulhaus in der Wendelinusstraße

Bliesdalheim. 55 Jahre beheimatete das große Gebäude in der Wendelinusstraße die Bliesdalheimer Schule. Heute, Freitag, 30. November, findet der letzte Schultag statt, werden die letzten Schulstunden für 41 Kinder der beiden dritten Klassen der Klassenlehrerinnen Annemarie Tholey und Marion Amphiarus gehalten. Damit endet die Schulgeschichte im 680-Seelen-Dorf. Ab Montag sind alle Klassen der Schule in Reinheim vereint.

Bei der Grundsteinlegung des bisherigen Schulhauses am 22. März 1952 wurde daran erinnert, dass im 18. Jahrhundert der Schulunterricht in einem Raum des Anwesens Georg Müller, früher Franz Welsch, erteilt wurde. Später sei in der Hauptstraße (heute Bliestalstraße 27) ein neues Schulhaus für die katholischen Kinder gebaut worden, das 1905 erweitert werden musste. Die protestantischen Kinder gingen lange Zeit in ein anderes Schulhaus. Merkliche Kriegsschäden am Mauerwerk, an räumlichen Anlagen, der mangelnde Spiel- und Turnhof, unzulängliche hygienische Einrichtungen der Schulräume, ungenügende Bedürfnisanstalten, gefahrvolle Treppenzugänge waren die Gründe für den Neubau des jetzigen Schulgebäudes, der am 7. Dezember 1952 eingeweiht wurde. Er kostete 13,5 Millionen Franken, wovon zehn Millionen die damalige Saarregierung beisteuerte. Die achtklassige Volksschule wurde damals von 64 Schülern besucht. Lehrer waren Irene Hartz und Philipp Sauerwein.

1962 war abzusehen, dass die Zahl der Schulkinder stark steigen würde. Nach dem Ankauf des Anwesens der Familie Alois Scheidt wurde ein neuer Schultrakt mit zwei Klassenzimmern, ein Lehrerzimmer, ein Gruppenunterrichtsraum, ein Werkraum, Bunker und Toilettenanlage gebaut. Eine Pausenhalle verbindet das alte und neue Gebäude miteinander. Einweihung war am 3. September 1965.

1973 folgte mit dem Anbau der Mehrzweckhalle als Schulturnhalle ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der räumlichen Situation. Nach der letzten saarländischen Schulreform 2005 wurde die Grundschule Bliesdalheim aufgelöst, ging in der Grundschule Reinheim auf. Das Gebäude wurde seither als Dependance genutzt. ott

  mehr zur ehemaligen Grundschule Bliesdalheim  

 

Beim Singkreis endet eine Chorleiter-Ära

Bliesdalheimer Sänger wollen auch neues geistliches Liedgut  und Gospelsongs bieten

Von SZ-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  7. Januar 2008  

Die Mitglieder des Evangelischen Singkreises Bliesdalheim wollen künftig auch afrikanische Lieder und Gospelsongs in ihr Repertoire aufnehmen. Die derzeit 18 Sängerinnen und Sänger können sich seit zehn Jahren über eine wachsende Zuhörerschar freuen. 


Chorleiter Gerald Kohl (mitte) mit dem Evangelischen Singkreis Bliesdalheim bei der Eröffnung der
 Gersheimer Hobbyausstellung

Bliesdalheim. Ein Jahrzehnt lang erfreut der Evangelische Singkreis Bliesdalheim seine ständig steigende Zuhörerschar. Mit seinem starken Hang zur Ökumene wollen die derzeit 18 Sängerinnen und Sänger insbesondere neues geistliches Liedgut erschließen, das aber auch hinführt zu afrikanischen Liedern und Gospelsongs. Einen breiten Raum nehmen geistliche Lieder und Gesänge aus der ökumenischen Gemeinschaft Taizé ein. Vor allem geht es dem Chor aber darum, neues geistliches Liedgut zu präsentieren. Höhepunkte in der ersten Dekade, in der auch mit dem katholischen Kirchenchor Bliesdalheim und dem katholischen Hochschulchor Kaiserslautern kooperiert wurde, waren mehrere Konzerte. So mit Pfarrer, Buchautor und Liedermacher Clemens Bittlinger, dem Vorreiter moderner christlicher Musik im deutschsprachigen Raum, Siegfried Fietz oder dem Russen Anatoli Wiedmann, früheres Mitglied des Rundfunksinfonieorchesters Saarbrücken.

Daneben zählen Kompositionen des Chorleiters und Komponisten John Rutter zum festen Repertoire der engagierten Choristen aus Bliesdalheim, Herbitzheim, Rubenheim, Wolfersheim, Breitfurtund und Zweibrücken. Geleitet wird das Ensemble seit der ersten Singstunde am 22. April 1997 vom heute 43-jährigen „ökumenischen Kantor" Gerald Kohl. Er hat den Stil geprägt, bringt seine ganze musikalische Ausbildung und Erfahrung ein. Schon als Zehnjähriger begann er mit dem Klavierspiel, ergänzte als 14-jähriger mit der Orgel, war als Tuba-Spieler auch Mitglied des Rubenheimer Musikvereins, den er auch einige Jahre dirigierte. Seit 15 Jahren führt er den Dirigentenstab. Lange Zeit beim Katholischen Kirchenchor St. Wendelinus Bliesdalheim. Auch leitete er sechs Jahre lang einen Chor junger Erwachsener in Fechingen. Musikalischen Rückhalt hat er auch in seiner Familie. Die Töchter Sina (13), Jana (12) und Svenja (11) spielen Violine, Klavier, Cello und Querflöte, zusammen mit Ehefrau Sabine führt er eine Physiotherapie-Praxis in Blieskastel. Kohl betonte, dass das Repertoire, das derzeit rund 200 Lieder umfasse, weit gestreut sei. „Neben geistlichen Liedern wird auch weltliche Literatur einstudiert." In den letzten Jahren hat das Ensemble viele Veranstaltungen bereichert, hat Gottesdienste und sonstige kirchliche Anlässe mit gestaltetet und sich einen Namen gemacht, so dass es auch bei vielen anderen Anlässen, unter anderem zur Eröffnung der Gersheimer Hobbymesse verpflichtet wurde. Auch die Kurzauftritte unterstrichen die Qualität des Chors. Ein besonderer Höihepunkt war das Taizé-Konzert vor zwei Jahren in der Herbitzheimer Kirche St. Barbara sowie die Konzertreihe „Geistliche Abendmusik" in den Anfangsjahren. Neben den musikalischen Aktivitäten genießt die Pflege der Geselligkeit einen hohen Stellenwert. Begegnungen bei Singfreizeiten, Kegelabenden, Kirchentagsbesuchen und Wanderungen stehen auf der Tagesordnung. Das Ensemble probt dienstags, ab 20 Uhr, in der Bliesdalheimer Schule.

Ab sofort wird ein neuer Chorleiter gesucht, da Gerald Kohl aus familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Interessenten können sich bei Bruno Stolz melden (Telefon: 06843 15 00).

 

 


Jugendwehr hat Vorbildfunktion

Feier zum Jubiläum der jungen Feuerwehreinheit würdigt deren Verdienste

Von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  13. Oktober 2007   


Bliesdalheim. Seit einem viertel Jahrhundert besteht die Bliesdalheimer Jugendwehr, ist zum Garant für den Erhalt des Löschbezirkes geworden. Bei der Feierstunde im Schulhof attestierte Wehrführer Walter Lillig, dass sich die Wehr keinerlei Nachwuchssorgen zu machen brauche. Auch sei die Arbeit innerhalb der Nachwuchswehr eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Jugendlichen.

Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner betonte, dass die jungen Floriane eine der Hauptstützen der Feuerwehr seien und in Bliesdalheim 14 der 24 Wehrmänner als Jugendliche begonnen hatten. Ortsvorsteher Klaus Fischer lobte das Engagement der beiden Jugendbetreuerinnen Christine Welsch und Maria Rabung, die derzeit je fünf Mädchen und Jungen betreuen.


Jugendfeuerwehr mit Saugschlauch

Löschbezirksführer Stefan Rabung blätterte in der Chronik, nannte das Gründungsdatum 28. April 1987. Als damaliger Löschbezirksführer habe Thomas Klein erkannt, dass im Löschbezirk eine Überalterung drohte. Andreas Müller hatte damals als Jugendwart die ersten Übungsstunden mit den jungen Florianen gehalten, baute die Nachwuchswehr kontinuierlich auf und gab 1990 die Verantwortung an den Jugendfeuerwehrbeauftragten Andreas Lang ab. Bei den jährlich stattfindenden Wettbewerben für Jugendwehren erreichten die Bliesdalheimer stets gute Platzierungen.

Auch beim Feuerwehrjubiläum und dem anschließenden Feuerwehrfest wurde ein Wettbewerb ausgerichtet. Nach den Disziplinen Konten und Stiche, Gerätekunde, Kuppeln von Saugschläuchen, Bretterlauf und Wasserballonspiel hatte die Wehr aus Peppenkum die Nase vorn. Es folgten Niedergailbach und Gersheim. Insgesamt hatten fünf Gruppen teilgenommen.

 

 

  Chor und Publikum harmonieren

Singkreis Bliesdalheim präsentiert geistliche Abendmusik

Von SZ-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  17. September 2007  

Ein beeindruckendes Konzert gab der seit einem Jahrzehnt bestehende Singkreis Bliesdahlheim in der Herbitzheimer St. Barbara Kirche. Einen Teil des Programms machten Musik und Texte aus Taizé aus.


Engagiert leitete Gerald Kohl (Mitte) das Konzert des Singkreises Bliesdalheim.    Foto: Alban Staab 

Herbitzheim. Ein Jahrzehnt besteht der protestantische Singkreis Bliesdalheim schon. Zum Jubiläum veranstaltete der Chor, der mit Unterstützung des damaligen Pfarrers Axel Schmitt gegründet worden war, in der Herbitzheimer St. Barbara-Kirche ein Konzert. Es stand unter dem Titel "Geistliche Abendmusik". Das Ensemble wurde vom katholischen Kirchenchor St. Wendelinus Bliesdalheim unterstützt. Gemeinsamer Chorleiter und Dirigent war Gerald Kohl. Frenetischer Applaus, stehende Ovationen standen am Schluss eines beeindruckenden Klangerlebnisses, das im sehr gut besetzten Gotteshaus, in dem während der hereinbrechenden Dämmerung eine intime Atmosphäre herrschte, viele begeisterte Zuhörer verfolgten. "Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander umzugehen, war zu hören. Die Literatur war abwechslungsreich, einfühlsam, melodiös und auch teilweise sehr aufrüttelnd. Ein Höhepunkt war dabei die Interpretation der Udo-Jürgens-Hymne an die Zukunft "Ihr von Morgen", in dem auch die Anliegen des Bliesdalheimer Chors erkennbar waren: "Aus Gedanken werden Ziele, aus dem Samen wird ein Baum, und aus einem werden Viele, Freiheit schafft sich ihren Raum". "Das Programm haben sich unsere Chormitglieder selbst zusammengestellt. Jeder konnte drei Kompositionen aussuchen", teilte Kohl mit.

Wünsche erfüllt

Beim "Wunschkonzert" wurden insbesondere die Werke von Künstlern berücksichtigt, die auch schon zu Konzerten im Bliesgau aufgetreten waren. Mit dazu gehörten Clemens Bittlinger und Siegfried Fietz. Wie schon zu vergangenen Anlässen machten Musik und Texte aus der ökumenische Gemeinschaft von Taiz&; einen Teil des Programmes aus. Sigrun Stolz trug die Prosatexte vor, erinnerte auch an den 16. August 2005, als der Prior des Klosters von Taiz&;, Frère Roger, ermordet wurde. Das Publikum mit einbeziehen ist ein Attribut, das Kohl zugeschrieben werden kann. Beim siebenstimmigen Kanon "Wenn einer alleine träumt" klappte das Zusammenspiel zwischen Chor und Publikum auf Anhieb. Auch bei "Zärtlich wachsen" und dem "Laudate omnes gentes" waren das Ensemble im Chor der Kirche und die Zuhörer in den Kirchenbänken eine Einheit. Nicole Lauck (Blockflöte), Sebastian Weber (Klarinette, Saxophon) sowie Bruno Stolz (Gitarre und Trommeln) wie auch Achim Martin (Schlagzeug) und Christian von Blohn (Klavier) unterstützten instrumental den musikalischen Abend, trugen zum sehr positiven Gesamteindruck wesentlich bei. Ein Wermutstropfen begleitete das Konzert. Gerald Kohl wird nicht mehr lange als Chorleiter zur Verfügung stehen, da er mit seiner Familie aus dem Bliestal wegzieht. So ist der Singkreis, dem momentan 17 Mitglieder aus Breitfurt, Wolfersheim, Herbitzheim und Bliesdalheim angehören, auf der Suche nach einem neuen musikalischen Leiter.

 

Bliesdalheimer heiratet Französin aus der Partnergemeinde

Von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  20. September 2007        

Gersheim/Trierweiler
Was vor 17 Jahren bei der ersten deutsch-französischen Begegnung des neu gegründeten Partnerschaftsvereins Gersheim mit dem Kennenlernen begann, führt am Samstag, 22. September, in der Kirche St. Dionysius in den Hafen der Ehe. In Trierweiler, einem Ort zwischen Trier und der luxemburgischen Grenze schließen der 39-jährige gebürtige Bliesdalheimer Toni Litzenburger und die 33-jährige Nathalie Lermuseau aus Boult-sur-Suippe bei Bazancourt in der Champagne den Bund fürs Leben.

Stets Kontakt gehalten

"Da damals sehr viele Franzosen aus der Gemeinde Bazancourt in einem Bus kamen, hatte nicht alle eine Unterkunft gefunden", erinnerte sich Litzenburger und ergänzte, dass seine zukünftige Frau mit einer Freundin in seinem Elternhaus übernachtete. Danach sei der Kontakt nie abgebrochen. Man habe sich gegenseitig auf Geburtstage und Feste eingeladen. Auch die Familie seiner jetzigen Frau lernte er während eines Praktikums näher kennen, das er 1994 in Bazancourt absolviert hat, mit dem Gersheim seit 1989 eine Jumelage pflegt. So blieb man immer in Kontakt, mindestens einmal im Jahr habe man sich getroffen.

Seit fünf Jahren sind die beiden ein Paar und anfangs hat es sich auf eine Wochenendbeziehung beschränkt. Vor drei Jahren hat die Französin eine Arbeit in Luxemburg gefunden. Vor knapp drei Jahren kauften sich die beiden ein Haus und zogen zusammen.

         Herzlichen Glückwunsch  

 

     Ein Sport-Strand für Bliesdalheim

Beachvolleyball-Platz an der Sportanlage eingeweiht

 

 

Von Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott,  8./9. September 2007   

Bei der Einweihung des Bliesdahlheimer Beachvolleyball-Platzes lobte Ortsvorsteher Klaus Fischer die vielen freiwilligen Helfer, die diese Anlage mit aufgebaut haben. Die Dorfjugend verfüge jetzt über ein attraktives Freizeitangebot.


Der Turnverein hat nun einen Beachvolleyball-Platz    Foto: Wolfgang Degott

Bliesdalheim. 80 Kubikmeter Sand und als Unterbau 30 Kubikmeter Schotter füllen den neuen 20 mal zehn Meter großen Beach-Volleyballplatz an der Sportanlage des Turnvereins Bliesdalheim. Ortsvorsteher Klaus Fischer lobte bei der Einweihung die vielen Helfer, die uneigennützig für das Zustandekommen des Projektes gesorgt hätten. Sowohl die Unternehmen Artur Theis und Franz Deppner aus Rubenheim als auch die Geldgeber, darunter die Pfalzwerke Ludwigshafen und die Kreissparkasse Saarpfalz sowie die Ottweiler Baugesellschaft hätten das Übrige dazu getan, dass die Dorfjugend über eine weitere Sportmöglichkeit verfügt und das Freizeitangebot attraktiver gestaltet werden konnte. Wolfgang Endlich, Erster Beigeordneter der Gemeinde Gersheim, sprach auch davon, dass für die trendige Sportanlage, die auch als Beach-Völkerballanlage genutzt werden kann, die Genehmigungshürden genommen werden konnten und damit dem Bau nichts mehr im Wege gestanden habe. Unter der Leitung von Christoph Blum haben zahlreiche Helfer des Turnvereins in vielen freiwilligen Arbeitsstunden dafür gesorgt, dass die Anlage zu einem Schmuckstück geworden ist. Mit dabei waren Björn Grieser, Katharina Staudt, Patrick Geble, Steffi Theis, Michael Rabung aus Bliesdalheim und Michael Rabung aus Walsheim, Lucas Keller, Timo Eiswirth, Pascal Motsch. Beim Eröffnungsturnier, an dem sechs Mannschaften teilnahmen, siegte im Finale die Mannschaft aus Breitfurt gegen Jochen's Team mit 2:0. Im Spiel um den dritten Platz konnte sich die erste Vertretung des TV Bliesdalheim gegen die zweite Mannschaft mit 2:1 durchsetzen. Der Turnverein Bliesdalheim, dem der Platz gehört, hat sein Scherflein ebenfalls beigesteuert, war man bei den Verantwortlichen sehr daran interessiert, dass wieder Leben auf den Platz zurückkehrt.

In den 50er Jahren wurde er erbaut, in den 60ern nochmals überholt. "Hat die frühere SSG Bliesdalheim und später auch die SG Herbitzheim-Bliesdalheim noch ihre Fußballspiele dort ausgetragen, steht der Platz aber für Erfolge in einer ganz anderen Sportart", teilte TV-Vorsitzende Hiltrud Weber mit. "Unsere Faustballmannschaft hat es in den 60er Jahren bis zu den Deutschen Meisterschaften gebracht. Sie kann sich noch an Finalspiele in Bremen erinnern", erzählt sie stolz. 90 mal 60 Meter groß ist die Spielfläche des Sportplatzes, bei dem eine neue Weitsprunganlage integriert werden soll. "Wir haben momentan noch nicht genug Geld, doch ist das Vorhaben noch aktuell", so Weber, die seit einem Jahrzehnt den 108 Jahre alten und rund 400 Mitglieder starken Traditionsverein führt.

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Bauerngarten fordert Kopf und Hand 

Drittklässler aus Bliesdalheim können bald in ihrem Garten ernten.

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 25. Juli 2007   

Bliesdalheim. Mit der Pflege einer Streuobstwiese begann im letzten Jahr das Engagement der Schüler und Schülerinnen der Grundschule Reinheim, Dependance Bliesdalheim, mit ihrer Klassenlehrerin Marliese Bruch in den Anlagen des Kulturlandschaftszentrums Haus Lochfeld in Wittersheim. Auf Bitten des saarpfälzischen Umweltdezernenten Gerhard Mörsch kam jetzt auch ein Bauerngarten dazu. Mörsch sorgte auch dafür, dass der Transport von Bliesdalheim zum Klassenzimmer in der Natur gewährleistet wurde. Ende Mai wurde gepflanzt, gesät und gesetzt. "Die Kinder sind mit Eifer bei der Sache und waren jetzt sehr erstaunt zu sehen, was so alles aus dem Boden wuchs", schilderte die Pädagogin das Erstaunen ihre kleinen Schützlinge. Tomaten, Salat, Gemüse, alle Kohlarten, aber auch Zucchini, Paprika oder auch Gurken gehören zu den Nutzpflanzen, die die Kinder wohl ernten können.

Bruch erinnerte daran, dass die Grundschule Erfweiler vor drei Jahren mit dem Schülerengagement, damals mit dem Anlegen des Bauerngartens im Kultur-Landschafts-Zentrum begonnen hätte und nach ihrem Ausscheiden eine Nachfolgeklasse gesucht worden sei. "Die Kinder haben einen Zug zur Natur, sind mit Kopf, Herz und Hand dabei, die Kulturlandschaft zu erleben und sie damit schätzen zu lernen". So war es auch nicht anders zu erwarten, dass sie mit großer Aufmerksamkeit den Erläuterungen von Manuel Krause (Naturwacht) folgten, und mit ihm zusammen Nistkästen bauten.



Die Grundschüler mit Lehrerin Marlies Bruch (hinten links) sind von Ihrem Bauerngarten begeistert.

Auch das Leben und Wirken der Bienenvölker mit Arbeiterinnen, Drohnen und einer Königin fand das Interesse der Drittklässler. Sie konnten selbst Bekanntschaft mit Honigwaben machen, schleuderten Honig und hatten sogar Gelegenheit Honig mit nach Hause zu nehmen. Als Viertklässler werden sie im Herbst ernten. Dann wird auch ein Kartoffelfeuer entzündet und ein kleines Fest gefeiert. Die Jungen und Mädchen können sogar Apfelsaft pressen.

  mehr zur Grundschule Bliesdalheim  

 

Immer zu einem Scherz aufgelegt

 

Katharina Ziegler feierte ihren 100. Geburtstag 

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 24. April  2007
Foto: Josef Allgayer


Bliesdalheim. Am 23. April vor 100 Jahren kam Katharina Ziegler in Herbitzheim zur Welt. Ein Jubeltag der wahrlich besonderen Art: Einer Person, die in ihrem Leben die Hundertermarke überschreitet, wird schon großer Respekt zuteil. Die Jubilarin heiratete 1928 den Maurer Heinrich Ziegler, der nach dem Wehrdienst erst 1947 krank aus russischer Gefangenschaft wieder nach Hause kam und mit dem sie noch die goldene Hochzeit feiern konnte. Insgesamt lebten sie 59 Jahre zusammen. Heinrich starb 1987. Das Paar hat zwei Söhne, Manfred und Gerhard. "Kätche", wie das Geburtstagskind liebevoll genannt wird, ist ein Mensch, der sich am Dorfleben immer rege beteiligt hat, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Ob Turnverein oder Obst- und Gartenbauverein, sie war als Hilfe und Unterstützung immer ein gern gesehener Gast. So versäumte sie, die gern mit Menschen zusammen ist, es nie, mit ihnen Erlebnisse auszutauschen. Die lebensfrohe Frau ist immer zu einen kleinen Scherz aufgelegt und versäumte beispielsweise keinen Seniorennachmittag. Ortsvorsteher Klaus Fischer konnte sie im letzten Jahr als älteste Teilnehmerin mit einem Blumenstrauß ehren. Auch im Leben der Pfarrei hat Frau Ziegler immer mitgeholfen. Bis ins hohe Alter hat sie in jeder freien Minute Handarbeiten gefertigt, die sie hauptsächlich für die kirchliche Missionsarbeit spendete.

Nachdem sie mehrere Jahre bei ihrem Sohn Gerhard in Reichenbrunn wohnte, lebt die rüstige 100-Jährige seit kurzem im Altersheim St. Josef in Blieskastel. Zu dem seltenen Wiegenfest konnten auch sieben Enkel- und Urenkelkinder gratulieren.

 

Verdienste um Eiskeller und Pfarrkirche
Denkmalpflegepreise gingen in diesem Jahr nach Bliesdalheim und Medelsheim

Für die Restaurierung des Eiskellers bei Bliesdalheim sowie die Sanierungsarbeiten in der Pfarrkirche Medelsheim sind nun der Förderverein sowie die Pfarrgemeinde mit dem Denkmalpflegepreis gewürdigt worden.

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 1.12.2006   

Gersheim. Zwei Preisträger bei der Verleihung des Denkmalpflegepreises 2006 kommen aus der Gemeinde Gersheim. Sowohl Projekte aus Medelsheim als auch Bliesdalheim erhielten im Festsaal der Saarländischen Handwerkskammer Anerkennungspreise. Walter Weber, Vorsitzender des Bliesdalheimer Arbeits- und Fördervereins, nahm den Preis dafür in Empfang, dass sich der Verein in engagierter Weise um die Erhaltung des Eiskellers, einer ausgehauenen Sandsteinhöhle zwischen Bliesdalheim und Breitfurt, kümmert.

Nachdem der Altheimer Heimatforscher Helmut Lambert den Eiskeller Anfang der 80er Jahre wieder entdeckt hatte, fanden im Auftrag des Staatlichen Konservatoramtes des Saarlandes Ausgrabungen statt. Weber war danach die Triebfeder und der Motor dafür, dass das geschichtlich interessante Relikt mit einer umfassenden Freilegung und Restaurierung der Nachwelt erhalten blieb.

Vor einem Jahrzehnt wurde der Bliesdalheimer Eiskeller für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht und damit aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Von Menschenhand in den Buntsandstein gehauen, stellt die Kaverne ein echtes Kleinod dar.

Medelsheims Ortsvorsteher Rainer Lagall, der auch gleichzeitig stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Pfarrei St. Martin Medelsheim ist, erhielt die Auszeichnung für die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten im Innern der Pfarrkirche. "Nachdem 2002 die von der Kirchenstiftung initiierte denkmal gerechte Sanierung des Chores der früheren gotischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit den Wandmalereien, dem früheren Sakramentshäuschen und dem Kreuzgewölbe abgeschlossen war", so Lagall in seiner Begründung für die Bewerbung, "konnte die bisherige profane Nutzung dieses ältesten Teils der Kirche als Sakristei nicht mehr verantwortet werden." Deshalb habe man sich entschlossen, trotz angespannter Finanzlage, an der Kirche eine neue Sakristei zu errichten, die vor zwei Jahren in Dienst gestellt worden sei.

 


Freiw. Feuerwehr Bliesdalheim

Jahresrückblick

Bericht zur Jahreshauptversammlung
Quelle: Amtliches Bekanntmachungsblatt der Gemeinde Gersheim Nr. 13, Freitag, 31. März 2006

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung ging bei unserer Feuerwehr eine Ära zu Ende. Nach 26 Jahren als Löschbezirksführer und zuletzt stellvertretende Löschbezirksführer trat Thomas Klein ins zweite Glied. Bürgermeister Lothar Kruft nannte ihn als Grundstock für das „Erfolgsmodell Bliesdalheim". Zu seinem Nachfolger wurde Andreas Lang gewählt. 

In seine dritte Amtszeit geht Löschbezirksführer Stefan Rabung, der in seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht darlegte, viel erreicht zu haben. Die Anschaffung eines Gerätewagens-Atemschutz, eines Tragkraftspritzenfahrzeuges, die Etablierung des Feuerwehrfestes als wichtigen Bestandteil des dörflichen Lebens seien die herausragenden Beispiele. Im letzten Jahr habe die Wehr bei 16 Einsätzen 144 Einsatzstunden abgeleistet. Auch die 21 Übungen seien gut besucht gewesen. Er hob hervor, dass die Atemschutzwerkstatt das Standbein der Wehr sei. Neben Prüfung und Wartung der Atemschutzgeräte und -masken, habe der Schwerpunkt im letzten Jahr in der Umsetzung der Dienstvorschrift gelegen. 

Die einzige Jugendwartin innerhalb der elf Gersheimer Löschbezirke, Christine Welsch, berichtete von 23 Übungen, die die acht Jungen und zwei Mädchen absolviert hätten. Auch die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Teilnahme an der Picobello-Aktion oder die Weihnachtsbaumsammelaktion gehörten zum Jahresprogramm. Im Frühjahr werde sich intensiv auf die Ablegung des Leistungsabzeichens und der Jugendflamme vorbereitet. Die Prüfungen finden während des Kreiszeltlagers vom 14. bis 16. Juli in Bexbach statt.

Eine zufrieden stellende Kassenlage konnte Peter Grieser vermelden. Bürgermeister Lothar Kruft sprach von der Bliesdalheimer Wehr als einen der wichtigsten Löschbezirke. Er forderte alle Wehren auf, dafür zu sorgen, dass die Untersuchung und Schulung der Atemschutzgeräteträger zu einem wichtigen Teil innerhalb der Feuerwehr-Arbeit werde. Gerade der Einsatz bei der Gersheimer Fa. Pallmann habe gezeigt, dass es ohne einsatzfähige Atemschutzgeräteträger in einer modernen Gefahrenbeseitigung nicht gehe und sprach sich für die Erweiterung der Atemschutzwerkstatt aus. Er spornte aber auch dazu an, die Bemühungen um die Völkerverständigung, die die Bliesdalheimer Wehr mit den Partnerschaften zur luxemburgischen Wehr in Gilsdorf und zur französischen Wehr in Bazancourt pflege, weiter zu unterhalten. Kruft übernahm Maria Rabung und Dominic Matheis in die aktive Wehr und beförderte William sowie Pascal Motsch zu Feuerwehrmännern. Wehrführer Walter Lillig zog bei den Ehrungen nach. Die Dienstzeiturkunde für 15-jährigen Feuerwehreinsatz erhielten Steffen Theis, Christoph Jung und Nicolai Staab, für 30-jährige Mitgliedschaft wurde Andreas Müller geehrt. Das silberne saarländische Feuerwehr-Ehrenzeichen wurde an Walter Bergmann sowie Mathias und Ralf Klein verliehen. Gemeindejugendfeuerwehrwart Andreas Lang kündigte an, dass das Eintrittsalter der Jugendwehr wohl von zehn auf acht Jahre heruntergesetzt werde.

Die Feuerwehr leiste einen wichtigen Dienst für den Ort, sei gut aufgestellt und schlagkräftig. So charakterisierte Ortsvorsteher Klaus Fischer die Bedeutung der Ortswehr und betonte, dass der Ortsrat einstimmig für die Erweiterung der Atemschutzwerkstatt votiert habe.

 

 

Domkapitular hielt Messe in der Heimat

"Christkind" Christoph Kohl

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 30.12.2005   

Bliesdalheim/Speyer. Den Festgottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag zelebrierte Christoph Kohl (Foto: PM) in der Pfarrei St. Wendelinus Bliesdalheim. Einen Tag zuvor feierte der in diesem Jahr zum Domkapitular ernannte gebürtige Bliesdalheimer seinen 50. Geburtstag. Ortsvorsteher Klaus Fischer würdigte die Leistungen des Priesters, der in den Jahren seine Heimatpfarrei nie im Stich gelassen habe und immer, wenn es möglich war, Gottesdienst hielt.

Fischer erinnerte auch an das Leitwort seiner Primiz "Wir sind nicht Herren über Euren Glauben, sondern Mitarbeiter an Eurer Freude". Der Jubilar, der als "Christkind" am 24. Dezember 1955 in Bliesdalheim geboren wurde, ist seit 6. April Domkapitular in Speyer. Zu seinen Aufgaben auf Diözesanebene gehören auch die katholische Erwachsenenbildung (KEB) und das Bildungswerk, die katholischen öffentlichen Büchereien, die Akademie des Bistums, die Bildungshäuser sowie das Exerzitienwerk, die spirituelle Bildung. Zuvor war der promovierte Geistliche ein Jahr Ordinariatsdirektor und Leiter der Hauptabteilung "Schulen und Hochschulen" im Bischöflichen Ordinariat Speyer. Nach dem Abitur im Blieskasteler Von-der-Leyen-Gymnasium studierte er Katholische Theologie in Mainz und Freiburg im Breisgau mit den Schwerpunkten Pastoraltheologie und Dogmatik. Die Dissertation erfolgte bei Professor Theodor Schneider in Mainz. Nach der Priesterweihe (1988) und der Primiz in der Heimatpfarrei St. Wendelinus Bliesdalheim folgte die Arbeit als Kaplan in St. Hildegard St. Ingbert und als Stadtjugendpfarrer in Ludwigshafen.

Von 1994 bis 2004 war Kohl Leiter der Katholischen Hochschulgemeinde Kaiserslautern. Daneben ist er seit 1988 als Rundfunk-Pfarrer tätig. Er widmet sich seit 17 Jahren der Ökumene-Arbeit im Bistum Speyer und ist Delegierter der Region Südwest des Bistums in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Von sich selbst sagt er, dass ihm seine Arbeit als Priester, Theologe und Seelsorger große Freude bereite. In seiner knapp bemessenen Freizeit besucht er gerne Freunde oder entspannt sich beim Orgelspielen. Beim Fotografieren versucht er, den Blick für die vielen Aspekte des Lebens zu schärfen.

 

 

Zehnmal "sehr gut" für Horst Bergmanns Kanarien

Ausstellung der Vogelfreunde Bliesdalheim in der Gaststätte Q-Stall mit 150 gefiederten Gästen 

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 15./16.10.2005   

Bliesdalheim
Rund 150 gefiederte Gäste beherbergte an zwei Tagen die Bliesdalheimer Gaststätte Q-Stall. Zum ersten Mal waren sie hier, hatten bisher ihre Heimat in der benachbarten Mehrzweckhalle. Doch ein Erfolg wurde die zweitägige "Modenschau der Exoten, Kanaren und Sittiche." allemal. Die Züchter der Vogelfreunde Gersheim hatten ihre Prachtexemplare im Nebenzimmer den staunenden Besuchern in den Volieren präsentiert. Unter den kritischen Augen des Zuchtrichters Heinz Simon aus Einöd wurden sie alle bewertet. Bei den Kanarien holte sich der Bliesdalheimer Horst Bergmann, der mit zehn "sehr gut" bei den Rassen Coroa und Konsort-Kanarien hervorragende Ergebnisse einfuhr, die meisten Punkte.

Bei den Großsittichen hatte die Sammlung von Rolf Buchheit aus Hanweiler den Sieg eingefahren, während der Reinheimer Karl-Heinz Endlich Gewinner bei Agapornis-Personatus-Vögeln. Roman Ripperger (Lautzkirchen) war Sieger der Agapornis-Fischerie-Exemplare. Die Agaporniszüchter waren mit der fünfmaligen "Vorzüglich-Bewertung" die erfolgreichsten Leistungszüchter. Den Ausstellungstitel bei den Kanarien holte sich Hans Brauer aus Schönenberg-Kübelberg.

Vorsitzender Ludwig Dietz (Niedergailbach) kündigte an, dass Gersheimer auch an der am 5. und 6. November in Wahlschied stattfindenden Landesschau teilnehmen werden. Die Schau des Deutschen-Kanarien-Bundes wird am 12. und 13. Dezember in Schwarzenholz über die Bühne gehen. Dietz, der seit 1960 in der Vereinigung ist und zudem 1953 Gründer des Vereins für Vogelschutz in seinem Heimatdorf Niedergailbach war, erläuterte, dass jeder Vogel eine eigene Sprache habe. "Die Tiere benutzen einen Sprachencode, der vom Menschen leider noch nicht zu entschlüsseln ist." Die Vogelzüchter im Bliesgau treffen sich allmonatlich jeden vierten Freitag zu einem Meinungsaustausch. Er beginnt jeweils um 20 Uhr im Q-Stall. 

 

 


Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 4. März 2005    

Feuerwehr Bliesdalheim

Schlagkräftige Truppe

Christine Welsch übernimmt das Amt der Jugendbeauftragten der Bliesdalheimer Feuerwehr von Andreas Lang. Der steht als Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart weiter zur Verfügung.

Mit der 19-jährigen Christine Welsch führt erstmals in der Geschichte der Feuerwehr Gersheim eine Frau das Amt des Jugendbeauftragten aus. Die Erzieherin, seit sechs Jahren in der Wehr, erhielt in der Jahreshauptversammlung des Löschbezirkes Bliesdalheim die Ernennungsurkunde und trat das Erbe von Andreas Lang an. Dieser hatte die Jugendwehr vor 15 Jahren übernommen, ist weiterhin Gemeindejugend-Feuerwehrwart. Die Nachwuchswehr sammelte auch wieder für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. In diesem Jahr bereite man sich auf die Abnahme der zweiten Stufe der Jugendflamme vor, erläuterte Lang. Die Gemeindefeuerwehr organisiere einen fünftägigen Aufenthalt an der Nordsee.

Eine gesunde Kassenlage konnte Kassierer Peter Grieser vermelden. Löschbezirksführer Stefan Rabung sprach in seinem Rückblick von 18 Einsätzen und 118 Einsatzstunden der 22 Mann starken Wehr. Zehn Brandeinsätze wären es gewesen, auch sei die Atemschutzwerkstatt bei zehn überörtlichen Einsätzen gefordert gewesen. Rund 1000 Arbeitsstunden seien von der Wehr für den Ausbau des Gerätewagens aufgebracht worden.

Im Gesellschaftlichen werden seit Jahren sehr intensiv die freundschaftlich-partnerschaftlichen Beziehungen zu der französischen Feuerwehr in Bazancourt und der luxemburgischen Wehr in Gilsdorf gepflegt. Auch in diesem Jahr steht für den 8. Mai eine Fahrt in die Champagne auf dem Programm. Das Feuerwehrfest wird am 3./4. September gefeiert. Vorbereitet wird es vom eigens dafür gegründeten Festausschuss, bestehend aus Walter Bergmann, Thomas Klein, Klaus Fischer, Ludwig Blum und einem Vertreter der Jugendwehr. Von Wehrführer Walter Lillig wurden William und Pascal Motsch in die aktive Wehr übernommen. Der Gemeindefeuerwehrchef unterstrich die wichtige und verantwortungsvolle Arbeit der Bliesdalheimer Wehr zur Gewährleistung eines schlagkräftigen Atemschutzes.

Bürgermeister Lothar Kruft bekannte sich dazu, die Löschbezirke in der Fläche auch künftig beizubehalten. In Bliesdalheim werde mit der Unterhaltung und Betreuung der Atemschutzwerkstatt auch eine wichtige Komponente einer modernen Wehr gesichert. Die gute Jugendarbeit, für die Andreas Lang stehe, symbolisiere auch die Zukunft der Dorfwehr auf lange Sicht. Kruft ernannte Peter Krupp zum Löschmeister, überreichte Christoph Blum und Andreas Lang die Ehrenurkunde der Gemeinde für 15-jährigen Dienst, Klaus Fischer dieselbe für 30-jährigen ehrenamtlichen Feuerwehrdienst. 

 


Sammy Vomáčka-Trio zu Gast im QStall

Zum Brunch am 16 Januar 2005 "serviert" das Jazz-Trio musikalische Appetithappen aus Jazz und Musical: "Wave", "There'II Never Be Another You", "Body And Soul" - die Hits aus der Blütezeit von Cooljazz und Bebop.


16. Januar 2005

Hier fügt sich alles zu einer runden Sache: Bass, Schlagzeug und Gitarre haben jeweils genügend Freiraum für Improvisationen und doch sind alle drei diszipliniert im Umgang mit dem Songmaterial.


Der Kopf des reinrassigen Jazztrios:
Mit dem Namen Sammy
Vomáčka verbinden Gitarrenfans unvergessliche Abende,
 herrliche Ragtime- und Blues-Arrangements.


Sammy begeistert das Publikum mit seiner ausdrucksstarken Spielweise und dem warmen Klang
 seiner alten Gibson-Jazzgitarre. 


Im Hintergrund:
Fotoausstellung "Hände" von Roman Schmidt und Silvia Konzelmann,
die noch bis 23. Januar im QStall zu sehen ist.


 

 

Ein gutes Herz für die Kranken bewiesen  

Messdiener aus Bliesdalheim spenden für die Elterninitiative krebskranker Kinder

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 20. Januar 2004

Spendenscheck über 1020 Euro

Bliesdalheim (ott). Ein offenes Herz für krebskranke Kinder haben Messdiener gezeigt. Die drei Jungs und neun Mädchen aus Bliesdalheim und Breitfurt bastelten über Wochen, stellten unter anderem Weihnachtspinguine, Perlenkrokodile, Hexenhäuschen und Engel her, und verkauften sie während eines Adventsbasars im Schulungsraum der Mehrzweckhalle. Auch beim Bliesdalheimer Weihnachtsmarkt waren sie mit einem Stand dabei. Ergänzt durch eine Spende der Familie Peter Dietrich konnten sie nun 1020 Euro an Ulrike Becker von der Elterninitiative krebskranker Kinder überreichen. Kathrin Matheis (17), Sprecherin und Leiterin der Messdienergruppe, betonte, dass es viel Spaß gemacht hatte, die Bastelsachen herzustellen, um Kindern und deren Familien eine Freude zu machen. Bereits im letzten Jahr hatten sie 120 Euro aus dem Erlös ihres ersten Weihnachtsmarktes überwiesen.

Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen neun und 17 Jahren unternehmen während des Jahres einiges, gehen zusammen ins Kino, treffen sich zum Raclette-Essen oder einfach zum Reden im Büchereiraum des Pfarrhauses. Ansonsten sind sie überwiegend im Kirchendienst, wozu auch die Sternsinger und das Kläppern an den letzten Kartagen gehört. Becker, der die Aktion besonders gut gefallen hatte, da sie trotz schlechten Wetters zu einem guten Erfolg geführt hatte, teilte auf Anfrage mit, dass zum Beginn des Jahres der über neun Jahre funktionierende ambulante Pflegedienst der Kinderkrebshilfe aus finanziellen Gründen eingestellt werden musste. Schwester Maria Hippler ist jetzt allein unterwegs. Viele der erkrankten Kinder werden Zuhause gepflegt und betreut, wobei nicht alle Kosten von der Krankenkasse bezahlt werden. Auch den Eltern werde durch diesen Dienst die Sicherheit gegeben, dass sich ihre Kinder in einer guten Pflege befinden. Die Elterninitiative sucht auch die Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten. Auch erwarte man mit Freude die Fertigstellung des Ronald McDonald-Hauses in der Homburger Uni-Klinik. Damit werde im nächsten Jahr wohl die Möglichkeit geschaffen, dass für alle Eltern der kranken Kinder eine Übernachtungsmöglichkeit besteht. In der Kinderstation der Universitätsklinik Homburg und ambulant werden derzeit nahezu 100 Kinder betreut und behandelt. Es handele sich dabei weitestgehend um Langzeitpatienten.

 

Seit 50 Jahren in der Wendelinusstraße



Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur vom 30.01.2003

Die Bliesdalheimer Grundschule feierte den Geburtstag des Schulgebäudes

Bliesdalheim (ott). 50 Jahre lang beheimatet mittlerweile das große Gebäude in der Wendelinusstraße die Bliesdalheimer Schule. Bei der Grundsteinlegung wurde damals daran erinnert, dass im 18. Jahrhundert der Schulunterricht in einem Raum des Anwesens Georg Müller, früher Franz Welsch, erteilt wurde. Später wurde dann in der Hauptstraße (heute Bliestalstraße 27) ein neues Schulhaus für die katholischen Kinder gebaut, das 1905 erweitert werden musste. Die protestantischen Schulkinder gingen in dieser Zeit in das am Wolfersheimer Weg befindliche Schulhaus, bis das protestantische von den Gemeinden Herbitzheim und Bliesdalheim gemeinsam in der Hauptstraße 71 (heute Bliestalstraße 63) erbaute Schulhaus fertig gestellt war. Ideal war der Standort nicht: 
In der Schulchronik ist nachzulesen, dass an manchen Tagen von acht bis 13 Uhr bis zu 64 Autos, meist Lastwagen, genau vor dem Schulhaus umschalten mussten und den Unterricht erheblich störten. Aber auch merkliche Kriegsschäden am Mauerwerk, an räumlichen Anlagen, der mangelnde Spiel- und Turnhof, unzulängliche hygienische Einrichtungen der Schulräume, ungenügende Bedürfnisanstalten, gefahrvolle Treppenzugänge waren schließlich die Gründe für einen Neubau nach dem Krieg. Er kostete 13,5 Millionen Franken, wovon die damalige Saarregierung zehn Millionen beisteuerte. Den Rest hatte die Gemeinde Bliesdalheim selbst aufzubringen. Die Bauarbeiten begannen am 19. Oktober 1951. 31 Jungen und 33 Mädchen besuchten die Volksschule in den Klassen eins bis acht. Lehrer waren damals Irene Hartz und Philipp Sauerwein. Bei der Grundsteinlegung am 22. März 1952 lötete der Schlossermeister Alfons Rabung die Urkunde samt den beigefügten Münzen in eine Zinkblechdose ein. Am 24. Mai wurde das Richtfest gefeiert. Ab dem Schuljahr war dann Fridolin Weber der neue Schulleiter, Sauerwein hatte sich nach Nunkirchen versetzen lassen. Bei der Feierstunde zur Einweihung am 7. Dezember 1952 spielte die Rubenheimer Musikkapelle das Largo von Händel, die Schulkinder sangen. Bürgermeister Vinzenz Staab bezeichnete diesen Tag als Freudentag für Kinder, Eltern und Gemeinde. Nach der Übergabe der Schlüssel an Schulleiter Weber nahm Pfarrer Luitpold Eller die Segnung des Hauses vor. Am 9. Dezember 1952 wurde erstmals Unterricht im neuen Gebäude gehalten. Die Volksschule umfasste damals zwei Lehrsäle, ein Volksbad mit zwei Wannen, drei Brausebäder, ein Schülerbrausebad, das Lehrerzimmer und das Gemeinderatszimmer. 1962 war abzusehen, dass die Zahl der Schulkinder in den nächsten fünf Jahren auf 120 ansteigen würde, so dass sich der Gemeinderat und die Schulleitung gezwungen sahen, eine Erweiterung ins Auge zu fassen. Hierzu wurde das oberhalb der Schule gelegene Anwesen der Familie Alois Scheidt erworben und abgerissen. Es entstand ein neuer Schultrakt mit zwei Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer, einem Gruppenunterrichtsraum, einem Werkraum, Bunker und Toilettenanlage. Eine Pausenhalle verbindet das alte mit dem neuen Gebäude. Am 3. September 1965 konnten die Kinder
der Klassen fünf bis sieben in die neuen Räume einziehen. 1973 wurde durch den Anbau der Mehrzweckhalle als Schulturnhalle ein weiterer wichtiger Schritt zur Erhaltung der Grundschule Bliesdalheim nach der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 geschaffen. Heute unterrichten sechs Lehrer 96 Erst- bis Viertklässler aus Rubenheim, Herbitzheim und
Bliesdalheim.

Die Schulleiter seit 1952

1952 bis 1958 Fridolin Weber 
1958 bis 1964 Hans Schmolzi
1964 bis 1968 Rudolf Kondziela
1969 bis 1975 Herbert Heß
1975 bis 1980 Osmund Matheis
1980 bis 1995 Günter Müller
seit 1995 Sonja Blessing

 

Der Nikolaus kam im Oldtimer


Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen in der Saarbrücker Zeitung am 24.12.2002

 

Erster Bliesdalheimer Weihnachtsmarkt auf dem künftigen Dorfplatz war ein Erfolg

Bliesdalheim (ott).
Viel Pech mit dem Wetter hatten die Organisatoren des ersten Bliesdalheimer Weihnachtsmarktes. Den ganzen Tag über schüttete es, was aber den dennoch gekommenen Besuchern die Laune nicht verdarb. Sie schützten sich vor dem Regen im Zelt, unter dem aufgespannten großen Schirm oder dem Vordach der Holzhütte. Schon seit Jahren hatte die Idee eines solchen Marktes in den Köpfen der Bliesdalheimer geschlummert. Vor Wochen ergriff der Wirt des Q-Stalles, Martin Thomas, die Initiative und organisierte den Markt. Was dabei heraus kam, konnte sich sehen lassen. Flammkuchen, Bratäpfel mit Schuss, geräucherte Forellen, Gulaschsuppe, Waffeln, Flammkuchen standen unter anderem auf der Speisekarte. Selbstgebastelte Vogelhäuschen konnten neben Selbstgebackenem gekauft werden.

Mitgemacht hatten der Turnverein, der Angelsportverein, der Club alter Automobile und Rallys (CAAR), die Feuerwehrfreunde und die Gaststätte Q-Stall. Sie alle belebten ein Gebiet, das künftig zum neuen, etwa 600 Quadratmeter großen Dorfplatz Bliesdalheims umgestaltet werden soll. Entsprechende Pläne sind an der Wand der Gaststätte schon zu sehen und werden im Rahmen des entstehenden Dorferneuerungsplanes in die Tat umgesetzt. Ortsvorsteher Klaus Fischer dankte den Initiatoren des Weihnachtsmarktes und freute sich darüber, dass damit eine Gelegenheit geschaffen worden sei, die das weitere Zusammenrücken der Menschen und Vereine innerhalb der Dorfgemeinschaft fördern soll. Schmuckstück des Marktes war zweifellos das knallgelbe Ford T-Modell (Cabriolet) aus dem Jahre 1920, am Steuer der leibhaftige Nikolaus. Die geplanten Rundfahrten mussten jedoch ausfallen. "Im nächsten Jahr wird der Weihnachtsmarkt sicherlich wieder stattfinden," kündigte Thomas an, der auch mitteilte, dass man bei einem möglichen Gewinn überlegt, welcher gemeinnützigen Einrichtung ein Zuschuss zuteil werden soll. Das eingenommene Geld wanderte übrigens in eine gemeinsame Kasse.

 

 

Swingendes Gotteslob in Bliesdalheim

In der katholischen Pfarrkirche waren drei Chöre zu hören

Ein Bericht von Erich Schwarz erschienen in der Saarbrücker Zeitung vom 15.6.2002


Bliesdalheim. Das hatte die ehrwürdige katholische Pfarrkirche Sankt Wendalinus in Bliesdalheim wohl noch nicht erlebt. Da swingte und klatschte es in der Kirche, es wurde mitgesungen und man hörte schrille Freudenausrufe: Das Konzert unter dem Motto "Geistliche Abendmusik" wurde wohl für alle Beteiligten und auch die Gäste zu einem schönen Erlebnis. "Ihr Völker alle, klatscht in die Hände, jauchzt Gott zu mit Jubelgesängen", nach diesem Psalmvers hatte man sich zum gemeinsamen Singen zusammengefunden. Das waren der Katholische Kirchenchor Bliesdalheim unter der Leitung von Gerald Kohl, der Protestantische Singkreis und der Chor der Katholischen Studentengemeinde Kaiserslautern Cantavera. Und auch hier spielte ein Kohl eine wichtige Rolle: Denn der Bruder von Gerald Kohl, der übrigens die Gesamtleitung des Konzertes innehatte, also jener Bruder Christoph Kohl ist Studentenpfarrer und hat die Verbindungen zum Chor Cantavera hergestellt, dem neben einheimischen Studenten auch etliche Schwarzafrikaner angehören. Und diese Sänger und Musiker, die zum Teil in Bliesdalheim keine Unbekannten sind, brachten den notwendigen Schwung mit, dem sich dann auch die beiden konfessionellen Chöre nicht entziehen konnten. 

Auf dem Programm etliche Lieder, die man bereits als Hits bei den neuen geistlichen Liedern bezeichnen könnte, so etwa "Masithi" oder auch "Siyahamba". Es gab viele Stücke zu hören, die in der jüngeren Vergangenheit bei ähnlichen Konzerten etwa des Von-der-Leyen-Chores schon aufgeführt wurden.

In Bliesdalheim wurde mitgesungen und mitgeklatscht, es hielt viele Gäste nicht mehr auf ihren Sitzen, und es herrschte eine geradezu überschäumende Stimmung im katholischen Gotteshaus. Dem Dirigenten Gerald Kohl war anzumerken, dass ihm die ganze Sache Freude bereitete. Noch dazu, weil es gelang, Chöre verschiedener Konfessionen, gar unterschiedlicher Nationen und Hautfarben zu einem solchen Konzert zu vereinen. Gut besetzt war auch die Band mit Otto Vinzent am Bass, Achim Marin am Schlagzeug, den beiden Flötistinnen Claudia Brang und Carola Hauer, sowie Consant Talom und Alain Chamaken an den Tongas. Und da war auch noch ein überragender Christian von Blohn, der bei diesen Rhythmen für seine Verhältnisse fast entfesselt erschien. Es war ein wirklich großes Erlebnis für die Besucher in dieser kleinen Kirche. Hochachtung vor der Leistung!

 

 
 


          TV Bliesdalheim zog Bilanz

Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen in der Saarbrücker Zeitung am: 9. April 2002

Teilnahme an 23 Wettkämpfen - Mehrere Kreismeister

Bliesdalheim (ott). An 23 Wettkämpfen hätten Sportler des Turnvereins Bliesdalheim im letzten Jahr teilgenommen, teilte die Vorsitzende Hiltrud Weber bei der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum der Mehrzweckhalle mit. Weber wurde von der Versammlung für eine weitere Legislaturperiode wiedergewählt. Sie dankte dabei auch den Eltern, die so oft den Fahrdienst übernommen hätten. Jugendwartin Bianca Weber, die auch als Trainerin und Betreuerin viel Arbeit hatte, sprach vom Landesturnfest in Kirkel als Höhepunkt der Saison. Aber auch bei der süddeutschen Meisterschaft in Ulm seien Bliesdalheimer vertreten gewesen. Mit Caroline Rabung über 50 Meter, Selina Bauer im Dreikampf, Christian Schiel, Christian Ehrmanntraut und Andreas Schanding in der 4 x 100 Meter Staffel seien zudem noch drei Kreismeisterschaften eingefahren worden. Weiterhin hätten sich Andreas Schanding, der über 300 Meter mit 39,32 Sekunden auch noch den Kreisrekord hält, im Weitsprung einen Vize- und Jan-Felix Weber im Orientierungslauf sogar einen Saarlandmeistertitel erkämpft.

Zweiter Vorsitzender und Kassenwart blieb Fritz Weinland, wie Gisela Hippchen Schriftführerin. Beisitzer im Vorstand sind Renate Sommer und Anita Klein. Wanderwart ist Günther Weber, die Montagsgruppe beim Frauenturnen betreuen Karin Lind und Elke Hunsicker, während die Dienstagsgruppe unter den Fittichen von Maria Litzenburger steht, hat Ingeborg Staab die Mittwochsgruppe, betreut ihr Mann Alban das Männerturnen und Patrizia Stein die Eltern-Kind-Gruppe. Jugendwarte sind Bianca Weber und Torsten Grieser. Die Mitgliedsbeiträge wurden auf 25 Euro für Familien und 20 Euro für Einzelpersonen festgelegt. Am Mittwoch, 1. Mai, findet wieder die Wanderung statt. Abschluss ist an der Alexanderhütte. Am Sonntag, 5. Mai, wird mit dem Obst- und Gartenbauverein der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim besucht und am Donnerstag, 9. Mai, nimmt der Verein an der Götzwanderung nach Limbach teil. Das Sommerfest wird voraussichtlich am 10. August stattfinden.

 

 

 Ein Bericht von Wolfgang Degott erschienen in der Saarbrücker Zeitung am 28.09.2001

Jeden Tag ganz bewusst leben lernen
                                                         

Kleine Akteure und besinnliche Worte beim Seniorentag in Bliesdalheim

Bliesdalheim. Die Attraktion des Bliesdalheimer Seniorennachmittags waren die jüngsten Akteure. Svenja, Jana und Sina Kohl, fünf, sechs und sieben Jahre alt, erfreuten die vielen Besucher in der Mehrzweckhalle mit ihrer Musik. Zusammen mit Vater Gerald, der auch den katholischen Kirchenchor des Gersheimer Ortsteils dirigierte, spielten sie teils zusammen, teils Solo auf ihrer Blockflöte, Cello und Geige.

Aber auch Inge Welsch und Hilde Staab mit lustigen Beiträgen sowie die besinnlichen Worte von Ottilie Fuchs trugen zu einer gelungenen Veranstaltung bei. Ortsvorsteher Klaus Fischer dankte den vielen Helfern hinter den Kulissen. Als ältesten Mann bedachte er den 81-jährigen Hans Happersberger und als älteste Frau die 96-jährige Alma Schilb mit einem kleinen Präsent.

Pfarrer Alois Gabriel hatte die Vergesslichkeit der Menschen zu seinem Redethema gemacht. Bei dieser Problematik gebe es keine Ober- und keine Untergrenze. Dass jemand etwas vergessen könne, sei überdies an kein Alter gebunden. Er riet dazu, sich selbst so anzunehmen wie man sei. Auch solle man auf seine innere Stimme hören, denn das Innere wisse genau und sage es einem, ob man etwas zu tun oder nichts zu tun habe.

Wolfgang Endlich, der als Erster Beigeordneter die Gemeinde Gersheim vertrat, philosophierte ein wenig. Er meinte, es müsse gelernt werden, das Leben in Tage zu gliedern und jeden Tag, ohne Furcht vor dem nächsten, ganz bewusst zu leben. Auch die Bibel spreche davon. Zum Beispiel werde im Psalm 118 gesagt: "Das ist der Tag, den der Herr macht. Lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein." Und im "Vaterunser" bete man "Gib uns unser täglich Brot - heute!"

Die Senioren hätten aus ihrer langen und reichen Lebenserfahrung sicherlich gelernt, bewusster zu leben. Doch beginne dieses bewusste Leben im Kopf. Kein Tag solle vergehen, so der Erste Beigeordnete, an dem man sich nicht von Herzen gefreut habe. Allerdings werde die Freude nicht auf Bestellung geliefert. Man müsse sich schon selber freuen können.